Buckelwal Insel Poel.

Der Wal liegt vor der Insel Poel. Foto: picture alliance/dpa | Philip Dulian

Betrüger nutzen Mitleid mit sterbendem Wal aus – Warnung vor Spendenaufrufen

Der vor zwei Wochen vor der Insel Poel gestrandete Wal beschäftigt viele Menschen. Im Internet missbrauchen einige das Schicksal des Tieres zu betrügerischen Aktivitäten, warnt das Umweltministerium. Unter anderem kursiert ein falscher Spendenaufruf im Internet.

In sozialen Netzwerken kursieren derzeit falsche Informationen und Spendenaufrufe. „Diese Inhalte sind irreführend und missbrauchen die aktuelle Situation rund um den gestrandeten Wal“, kritisierte Umweltminister Till Backhaus (SPD).

Falscher Spendenaufruf und manipulierte Inhalte zum Wal im Netz

Es handele sich hierbei nicht um offizielle Maßnahmen oder genehmigte Spendenaktionen. Die Beiträge seien emotional aufgeladen und nutzten die Betroffenheit über den gestrandeten Wal aus.

Backhaus wies ausdrücklich darauf hin, dass das Umweltministerium zu keinen Spendenkampagnen aufgerufen habe. Er empfahl, verdächtige Inhalte sofort der Polizei zu melden und keine Zahlungen an unbekannte Organisationen oder über Links in den sozialen Netzwerken zu leisten. Auf einer Online-Plattform wird den Angaben zufolge eine Nachricht verbreitet, die falsche Informationen sowie falsche Spendenaufrufe, angeblich auch von behördlicher Seite, enthält.

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Auch kursierten im Internet derzeit Inhalte, in denen angebliche Expertenmeinungen, gefälschte Unterschriften sowie manipulierte Dokumente verwendet würden. Teilweise kämen auch KI-generierte Videos, in denen Falschinformationen über die Rettung des Wals behauptet werden, zum Einsatz. Der kranke und geschwächte Wal liegt seit dem 31. März vor der Insel Poel fest. Experten gehen davon aus, dass er dort stirbt. (dpa/mp)

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