Ausflugstipp: Verborgene Schätze in der Stadt des weißen Goldes

Lüneburg Altstadt
Die meisten Kneipen und Restaurants gibt es am Lüneburger Stintmarkt.

Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus drängeln sich am Wochenende die Besucher, die Plätze in und vor den Kneipen und Restaurants am Stintmarkt sind genauso gut besucht wie die Geschäfte und Cafés in den Fußgängerzonen und am Sande. Aber nur ein paar Schritte vom Zentrum der mittelalterlichen Hansestadt entfernt gibt es ruhigere Ecken und noch viel mehr zu entdecken. Hier sind unsere Tipps für das unbekanntere Lüneburg.

Weißes Gold und Kurpark

Lüneburg verdankt seinen Reichtum dem Salzhandel. Die Stadt lag an einer der wichtigsten mittelalterlichen Handelsrouten und die Einwohner wurden mit dem Verkauf des „weißes Goldes“ aus ihren Salzstöcken reich. Davon zeugen prachtvolle Bürgerhäuser, Kirchen, Klöster und das Rathaus. Lüneburgs stillgelegte Saline wurde zum Deutschen Salzmuseum, einem begehbaren Industriedenkmal, das die tausendjährige Geschichte der Salzgewinnung dokumentiert. Das Museum liegt am Kurpark, der ebenfalls einen Besuch wert ist. Tipp: nach einem Spaziergang im Café im Kurpark einkehren.

Alter Kran
Der Alte Kran ist das Wahrzeichen von Lüneburg.

Deutsches Salzmuseum Sülfmeisterstr 1, Di bis So 10 bis 17 Uhr.

Café im Kurpark: Uelzener Str. 7, je nach Jahreszeit meistens ab 11 Uhr bis ca. 18 Uhr geöffnet

Bewohntes Kloster

Kloster Lüne
Das Kloster Lüne ist eine sehenswerte mittelalterliche Anlage mit Garten, Kreuzgang, Kirche und Brunnen.

Etwa 15 Gehminuten vom Zentrum entfernt liegt das 850 Jahre alte Kloster Lüne. Die Klosteranlage ist öffentlich zugänglich. Brunnenhallen, Kreuzgänge und die Kirche mit spätgotischem Flügelaltar können im Rahmen einer Führung angeschaut werden. Das Kloster wird von neun evangelischen Konventualinnen, einer modernen Religionsgemeinschaft, bewohnt.

Kloster Lüne, Am Domänenhof, 21337 Lüneburg. Öffentliche Führungen täglich außer montags um 10.30 und um 15 Uhr, sonntags um 11.30 und um 15 Uhr.

Eine Bäckerei für die Kunst

Kulturbäckerei
Aus einer ehemaligen Großbäckerei wurde vor zehn Jahren die Kulturbäckerei, ein Ort für Künstler und Kreative

Nein, gebacken wird hier nichts mehr. Aber kunstvolle Kreationen können Besucher und Besucherinnen im Gebäude der ehemaligen Heeresbäckerei immer noch genießen – allerdings nur optisch. Die Lüneburger Kunsthalle hat hier ihren Sitz, zu sehen gibt es wechselnde Ausstellungen. In den Gebäuden haben viele Künstler und Künstlerinnen ihre Ateliers und die Kulturbäckerei ist darüber hinaus ein beliebter Veranstaltungsort für Theater und Musikaufführungen. Der Eintritt ist frei.

Kulturbäckerei, Dorette-von-Stern-Str. 2, 21337 Lüneburg, Mo bis Fr 10 bis 18 Uhr, Sa/So 11 bis 17 Uhr.

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Bergsteigen in der Stadt

Rund 15 Gehminuten vom Zentrum entfernt, liegt der Kalkberg, ein einzigartiges Naturschutzgebiet. Auf einer Fläche von 3,6 Hektar haben sich hier 180 kalkliebende Blütenpflanzen angesiedelt, die sonst eher in südlicheren Regionen Mitteleuropas zu finden sind. Wer auf dem 60 Meter hohen Berggipfel angekommen ist, wird mit einem Panoramablick belohnt.

Rundblick vom Turm

Wasserturm
Von der Aussichtsplattform des 56 Meter hohen Wasserturms hat man einen Rundblick über ganz Lüneburg.

Weniger mühsam ist der Aufstieg zum Wasserturm. Ein Fahrstuhl bringt Besucher und Besucherinnen zur Aussichtsplattform in 56 Metern Höhe. Der über 100 Jahre alte Turm ist täglich von 10 bis 18 Uhr geöffnet.

Enge Gassen

Gasse
Idyllisch: die mittelalterlichen Gassen rund um die Michaeliskirche.

Noch blühen die Stockrosen vor den mittelalterlichen Backsteinhäusern. Nur wenige Besucher laufen über die kopfsteingepflasterten Straßen und schauen in die Geschäfte, Manufakturen und Galerien. Jedes historische Haus – die ältesten stammen aus dem 15. Jahrhundert – hat eine Besonderheit. Mal eine schöne alte Haustür, mal eine auffällige Inschrift, mal ein altes Ladenschild. Die leicht erhöht liegende gotische Hallenkirche St. Michaelis überragt die idyllischen Gassen wie die Straße „Auf dem Meere“.

Bier oder Kaffee?

Schröders Garten
Idyllisch an der Ilmenau liegt Schröders Garten mit Bootsverleih.

Ein beliebter Ort zum Entspannen ist Schröders Garten – ein Biergarten an der Ilmenau mit Bootsverleih und Spielplatz. Die Outdoor-Saison ist bald zu Ende, aber es gibt eine gastliche Alternative ganz in der Nähe. Auf der anderen Seite der Ilmenau gibt es bei der Rösterei Avenir zu Kaffee und Kuchen mit Ilmenau-Blick.

Schröders Garten, Vor dem roten Tore 72b, 21335 Lüneburg, in der Saison täglich ab 12 Uhr Avenir, Ilmenaugarten 137c, 21337 Lüneburg, Mi bis Fr 9 bis 17 Uhr, Sa/So 10 bis 17 Uhr

Auf dem Marktplatz vor dem Rathaus drängeln sich am Wochenende die Besucher, die Plätze in und vor den Kneipen und Restaurants am Stintmarkt sind genauso gut besucht wie die Geschäfte und Cafés in den Fußgängerzonen und am Sande. Aber nur ein paar Schritte vom Zentrum der mittelalterlichen Hansestadt entfernt gibt es ruhigere Ecken und noch viel mehr zu entdecken. Hier sind unsere Tipps für das unbekanntere Lüneburg.