Die Seenotretter nähern sich dem 300 Meter langen Kreuzfahrtschiff.

Die Seenotretter nähern sich dem 300 Meter langen Kreuzfahrtschiff. Foto: DGzRS - Die Seenotretter

Auf dem Weg nach Hamburg: Notfall auf Kreuzfahrtschiff – Passagierin erblindet!

Nächtlicher Einsatz auf der Nordsee: Eine Passagierin eines Kreuzfahrtschiffs erblindete plötzlich auf einem Auge und musste in eine Spezialklinik gebracht werden. Doch Hubschrauber konnten aufgrund der eisigen Temperaturen nicht starten. Stattdessen wurden die Seenotretter alarmiert.

Ein medizinischer Notfall sorgte in der Nacht zum Sonntag für einen nächtlichen Einsatz der Seenotretter der Station Hooksiel (Kreis Friesland). An Bord des Kreuzfahrtschiffs MSC „Poesia“, das sich auf dem Weg von Southampton nach Hamburg befand, war eine englische Passagierin (58) plötzlich auf einem Auge erblindet.

Die Übergabe der Patientin war kein leichtes Unterfangen: Der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ ist 23 Meter lang, das Kreuzfahrtschiff „Poesia“ hingegen nahezu 300 Meter. DGzRS - Die Seenotretter
Besatzung eines Seenotrettungskreuzers während eines Einsatzes
Die Übergabe der Patientin war kein leichtes Unterfangen: Der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ ist 23 Meter lang, das Kreuzfahrtschiff „Poesia“ hingegen nahezu 300 Meter.

Die Lage war ernst, ein schneller Transport in eine Spezialklinik dringend notwendig. Doch die winterlichen Temperaturen erschwerten die Rettung: Wegen Vereisungsgefahr konnten keine Hubschrauber starten.

Kreuzfahrtschiff kam Seenotrettern entgegen

Wie die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) mitteilte, wurde stattdessen der Seenotrettungskreuzer „Bernhard Gruben“ alarmiert. Während der Kreuzer mit Höchstgeschwindigkeit aus Hooksiel auslief, drehte die „Poesia“ nördlich der Ostfriesischen Inseln bei, um den Rettern entgegenzukommen.

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Gegen 22.30 Uhr trafen sich beide Schiffe nördlich von Langeoog. Die Patientin konnte anschließend sicher von dem 300 Meter langen Kreuzfahrtdampfer auf den Seenotrettungskreuzer übergeben werden. Zurück in Hooksiel wartete bereits ein Rettungswagen auf die Frau, der sie in eine Spezialklinik brachte. (mp)

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