Mit ihrem E-Quad sind die Polizisten auf der ostfriesischen Insel Juist nun deutlich schneller unterwegs. 
  • Mit ihrem E-Quad sind die Polizisten auf der ostfriesischen Insel Juist nun deutlich schneller unterwegs. 
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Am Nordseestrand: Achtung, hier kommt die Elektro-Polizei!

Juist –

Die Polizei auf der ostfriesischen Insel Juist ist jetzt voll auf Speed: Nach mehr als einem Jahr Testbetrieb zieht sie eine positive Bilanz ihres Dienst-Elektro-Quads – dem ersten in Niedersachsen. Das Fahrzeug ist deutlich schneller als das bisher genutzte Elektrofahrrad und wird bei Badeunfällen und Personensuchen am Strand, aber auch für Verkehrskontrollen eingesetzt.

„Das Polizei-Quad ist ein echter Gewinn für die polizeiliche Aufgabenerfüllung auf der Insel“, so der Sprecher der zuständigen Polizeidirektion in Osnabrück, Marco Ellermann. Es verbinde Umweltfreundlichkeit und Praktikabilität. Daher soll das Quad, das mit Blaulicht und Martinshorn ausgestattet ist, nun dauerhaft auf Juist eingesetzt werden.

Nordseeinsel Juist: Mit dem E-Quad hat die Polizei „voll Speed“

Vor allem auf Dünenwegen und anderem unwegsamen Gelände habe das Quad gute Arbeit geleistet, teilte die Polizei mit. Zudem habe man mit dem bis zu 40 Stundenkilometer schnellen Fahrzeug an Schnelligkeit gewonnen. Bislang waren die Beamten auf der Nordseeinsel lediglich mit einem Pedelec unterwegs – dessen Fahrt endete aber, sobald unwegsamer Untergrund erreicht wurde.

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Nachbesserungsbedarf sehen die Beamten noch beim Akku. Zwar konnten verschiedene Einsatzorte erreicht werden, künftig soll die Reichweite des Quads, das an jeder Steckdose aufgeladen werden kann, mit einem neuen Akku von aktuell 50 auf dann rund 70 Kilometer gesteigert werden. Zudem soll es eine bessere Lüftung bekommen, da die Scheiben mitunter beschlugen.

Positive Bilanz bei E-Quad: Trotzdem soll nicht aufgestockt werden 

Die Polizei hatte das Elektro-Quad Ende 2019 für einen einjährigen Probebetrieb in Dienst gestellt. Seitdem ist das Fahrzeug den Angaben zufolge zu zahleichen Einsatz- und Streifenfahrten ausgerückt. Die Inselpolizisten nutzten den Wagen etwa bei Badeunfällen oder Personensuchen am Strand. Auch für Verkehrskontrollen von Pferdefuhrwerken und Radfahrern wurde das Quad eingesetzt. Mit der Ladefläche wurden Munitionsfunde am Strand transportiert.

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Trotz der positiven Bilanz will die Polizeidirektion Osnabrück die Inseln Baltrum, Spiekeroog und Langeoog in ihrem Bezirk vorerst nicht mit weiteren Quads ausstatten. Mit Blick auf die Größe der Inseln habe sich dort der Einsatz von E-Bikes bewährt. Auf Borkum nutzt die Polizei bereits seit 2017 ein Elektro-Motorrad, auf Norderney gibt es E-Streifenwagen. Als nächstes will die Polizei einen Testbetrieb mit drei sogenannten Speed-Pedelecs in Osnabrück und Norddeich starten. (dpa)

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