Ein Wolf in einem Gehege.

Der in Hamburg gefangene Jungwolf in einer Wildtierstation in Sachsenhagen (Niedersachsen). Foto: Umweltbehörde Hamburg/dpa

Ab in den Süden: „Hamburger Wolf” hat das Weite gesucht

Der an der Alster eingefangene Wolf ist wieder unterwegs – und offenbar schon weit weg von Hamburg. Die Umweltbehörde bestätigt der MOPO eine neue Entwicklung, hält sich beim genauen Aufenthaltsort aber bedeckt.

Der „Hamburger Wolf” ist weiter auf Wanderschaft: Rund 100 Kilometer soll das Tier inzwischen Richtung Süden zurückgelegt haben. Die Hamburger Umweltbehörde bestätigte der MOPO, dass sich der junge Wolf nach seiner Auswilderung nach Süden bewegt hat. Zum genauen Aufenthaltsort macht die Behörde keine Angaben – um das Tier zu schützen. Der Wolf war laut Medienberichten nach seinem Aufenthalt in einer Wildtierauffangstation in der Fischbeker Heide am südlichen Hamburger Stadtrand freigelassen worden. Inzwischen könnte er sich im Raum Lüneburger Heide befinden. Zuerst hatte die „Bild“ berichtet.

Wolf aus Hamburg: Das Tier wird per Sender getrackt

Der Wolf war am Ostermontag in Altona in eine kleine Einkaufspassage gelaufen und hatte dort eine etwa 60 Jahre alte Frau verletzt. Anschließend hielt das Tier Hamburg in Atem: Es rannte mehrere Kilometer durch die Innenstadt, sprang schließlich in die Binnenalster – und wurde dort von der Polizei eingefangen.



Eine dauerhafte Unterbringung in einer Wildtierstation oder eine Tötung des Tieres kamen nach Angaben der Behörden aus rechtlichen Gründen nicht infrage. Hamburgs Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) sprach von einer „Auswilderung auf Bewährung“.

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Vor seiner Freilassung wurde der männliche Jungwolf mit einem Sender ausgestattet. So kann sein Weg länderübergreifend verfolgt werden. Das Tier wird im Rahmen des Projekts „Life Wild Wolf“ überwacht. In Niedersachsen sind nach Angaben des Umweltministeriums bereits mehrere Wölfe mit satellitengestützten Halsbandsendern ausgestattet worden. Dass der Hamburger Wolf nun deutlich weiter südlich unterwegs ist, dürfte Fachleute kaum überraschen: Wölfe können laut Nabu am Tag 30 bis 50 Kilometer zurücklegen. (nf)

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