Zwei Angeklagte im Ausland: Block-Prozess wird unterbrochen – wegen Streik!
Eigentlich sollte am Dienstag der Prozess rund um die Entführung der Block-Kinder am Landgericht fortgesetzt werden. Es ist inzwischen der 44. Verhandlungstag. Doch daraus wird nichts. Am Montagmittag hat das Gericht den Termin kurzfristig aufgehoben. Der Grund: Zwei der Angeklagten können derzeit nicht zurück nach Hamburg kommen.
Grund dafür ist der Pilotenstreik, zu dem die Vereinigung Cockpit aufgerufen hatte. Dieser dauert bei der Lufthansa, dem Tochterunternehmen City Linie und Lufthansa Cargo von Montag, 0 Uhr bis Dienstag um 23.59 Uhr. Die Piloten bei der Lufthansa-Tochter Eurowings streiken ebenfalls, allerdings nur am Montag.
Wegen Streik: Angeklagte können nicht zum Block-Prozess kommen
In Hamburg sind laut der Website des Flughafens am Montag Dutzende Flüge gestrichen worden. Davon betroffen sind auch zwei der Angeklagten im Block-Prozess, die von ihrem Urlaub im Ausland nicht pünktlich zurück in die Hansestadt kommen. Dabei soll es sich nach MOPO-Informationen nicht um Christina Block oder ihren wegen Beihilfe angeklagten Lebenspartner Gerhard Delling handeln.
Allgemein dürfen Angeklagte das Land verlassen, auch wenn sie derzeit vor Gericht stehen. Reisen ins Ausland sind problemlos möglich, solange kein Haftbefehl oder eine entsprechende Auflage vorliegt. In diesem Fall waren die Rückflüge der Angeklagten nach Hamburg bereits gebucht, sodass sie eigentlich pünktlich zum Verhandlungstag am Dienstag wieder in der Stadt gewesen wären. Der Streik macht dem Plan jetzt allerdings einen Strich durch die Rechnung.
Wie geht es jetzt weiter im Block-Prozess?
Solange ist der Prozess zunächst unterbrochen, weiter geht es dann zum nächsten Termin am Montag, 20. April. Voraussichtlich soll an diesem Tag eine weitere Zeugin aussagen, eine Hamburger Kriminalbeamtin. Sie soll nach MOPO-Informationen die leitende Ermittlerin in den Untersuchungen kurz nach der Entführung der Block-Kinder gewesen sein.
Seit Juli 2025 muss sich die Steakhouse-Erbin Christina Block (52) vor dem Landgericht Hamburg verantworten. Sie soll die Entführung ihrer beiden jüngsten Kinder in der Silvesternacht 2023/2024 in Auftrag gegeben haben. Block bestreitet die Vorwürfe – laut ihrer Aussage hätten die Entführer einer israelischen Cyber-Security-Firma auf eigene Faust gehandelt.
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