Zürich tötet Tauben auf Anweisung – Hamburger Influencer tobt
Brutale Szenen mitten in der Stadt, wütende Videos im Netz und Proteste auf den Straßen: Der Umgang mit Stadttauben in Zürich sorgt international für Empörung. Besonders laut fällt die Kritik vom Hamburger Influencer Malte Zierden aus.
In der Schweizer Stadt sorgt der Umgang mit Stadttauben derzeit für heftige Kritik. Nachdem bekannt wurde, dass Wildhüter Hunderte Tiere gezielt einfangen und töten, ist ein regelrechter Shitstorm über die Stadt hereingebrochen.
Tauben getötet: Das sagt die Stadt
Auslöser waren unter anderem Aufnahmen vom Bahnhof Stadelhofen: Dort wurden Tauben in Fallen gefangen und anschließend vor Ort getötet – verdeckt unter Planen, die Kadaver in Müllsäcken entsorgt. Die Stadt spricht von „gezielter Bestandsregulierung“.

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Besonders laut fällt die Kritik von Malte Zierden aus. Der Hamburger Influencer verbreitete die Videos millionenfach im Netz und bezeichnete die Praxis als „mittelalterlich“. In Richtung der Verantwortlichen wetterte er: „Sagt mal, brennt ihr?“
Tauben getötet: Tausende unterschreiben Petition
Die Empörung blieb nicht auf Social Media beschränkt: In Zürich gingen mehr als 100 Menschen auf die Straße, Tausende unterzeichneten eine Petition gegen die Tötungen. Auch Politiker fordern inzwischen ein Umdenken.
Dabei gibt es längst Alternativen. In Deutschland wird seit Jahren das sogenannte „Augsburger Modell“ eingesetzt: Tauben legen ihre Eier in betreuten Schlägen, die Eier werden durch Attrappen ersetzt – Nachwuchs bleibt aus, der Bestand schrumpft auf humane Weise. Mehrere Bundesländer empfehlen diese Methode.
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Die Zürcher Behörden halten dennoch an ihrem Vorgehen fest. Man habe „keine andere Wahl“, um die Population zu kontrollieren, heißt es. Jährlich werden dort laut Stadt zwischen 900 und über 1700 Tauben getötet. (dpa/mp)
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