ZOB-Neubau wird viel später fertig – das hat auch Folgen für Autofahrer
Verzögerung folgt auf Verzögerung beim neuen ZOB in Harburg: Die gigantische Baustelle rund um den Bahnhof, die den gesamten Verkehr in der Harburger Innenstadt lähmt, bleibt noch lange bestehen. Auch Pendler und Anwohner müssen noch mehr Geduld haben. Für die Läden im Phoenixcenter in Harburg bedeutet das nichts Gutes, wie die CDU kritisiert.
Erst im Sommer musste der Senat einräumen, dass der Harburger ZOB erst wieder zum Ende des Jahres 2026 in Betrieb gehen kann. Also mit einem halben Jahr Verspätung. Nun, nur drei Monate später, die nächste Hiobsbotschaft. Auch dieser Termin lässt sich offenbar nicht halten.
Verkehr Hamburg: Straßensperrung vor dem Bahnhof
So wurde im Mobilitätsausschuss der Bezirksversammlung Harburg mitgeteilt, dass die Wiederinbetriebnahme erst Anfang 2027 erfolgen soll. „Dieser Termin wurde zudem auch nur sehr vage geäußert“, so die Harburger CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Birgit Stöver.
„Das bedeutet eine weitere Geduldsprobe für alle Busnutzer von und nach Harburg“, so Stöver. „Und auch die den gesamten Harburger Innenstadtverkehr lähmenden Sondermaßnahmen wie die Einbahnstraßenregelung auf der Hannoverschen Straße Höhe Phoenix-Center, die Busumleitung über die Wilstorfer Straße oder das Nicht-Anfahren der regulären Bushaltestellen in der Moorstraße bleiben bestehen.“
ZOB hätte bis Sommer 2026 fertig werden sollen
Die erneute Verschiebung sei ein weiterer schwerer Schlag für Harburg und weit darüber hinaus. Zumal es jederzeit zu weiteren Verzögerungen sowohl beim Bau des ZOB als auch bei den damit verknüpften Straßenbauarbeiten kommen könne. Stöver kritisiert auch, dass die weitere Verzögerung nur im Ausschuss genannt wurde und die betroffenen Unternehmen und Anwohner nicht direkt informiert werden.
Die Arbeiten für den neuen ZOB waren wegen Problemen mit einer Bodenplatte mit einem halben Jahr Verzögerung im Juni 2024 gestartet und sollten eigentlich im Frühsommer 2026 beendet sein. Entstehen soll an der Stelle eine moderne Busanlage mit großzügigen und wettergeschützten Wartebereichen sowie breiten Verkehrsflächen, damit sich die vielen Busse nicht in die Quere kommen.
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Etwa 300 Busse sollen dort pro Stunde künftig an- und abfahren, doppelt so viele wie heute. Bis zu 40.000 Fahrgäste steigen hier bisher pro Tag in 29 Buslinien, in die S3 oder S5, sowie Regional- und Fernzüge. Deshalb soll der zentrale Verkehrsknotenpunkt aus den 80er Jahren komplett saniert und fit für die Zukunft gemacht werden.
Das auffälligste Element des Neubaus ist ein riesiges, begrüntes Dach, das mit seiner Photovoltaikanlage für genug Strom sorgt, um die gesamte Anlage zu versorgen. Die Kosten liegen nach letzten Berechnungen vom Sommer bei 24 Millionen Euro – beim Baustart im Jahr 2024 war noch von 17 Millionen die Rede gewesen. Hinzu kommen 15 Millionen Euro Kosten für den Straßenbau dort.