Stellingen Eimsbüttel Rathaus

Das Rathaus von Stellingen im Bezirk Eimsbüttel (Archivbild) Foto: picture alliance / C. Erler | Carlotta Erler

Zentraler Stadtteil bekommt Millionen-Förderung: Das ist alles geplant!

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Stellingen soll aufgewertet werden, dafür nimmt die Stadt nun viel Geld in die Hand. Der Senat hat den rasant wachsenden Stadtteil offiziell als neues Fördergebiet in das Städtebau-Förderprogramm „RISE“ aufgenommen – und damit den Startschuss für eine umfassende Modernisierung bis 2035 gegeben. Ziel ist es, Stellingen lebenswerter, grüner, besser vernetzt und sozial stärker aufzustellen. Investitionen in Millionenhöhe fließen in Wege, Grünflächen, Sportangebote und soziale Infrastruktur.

Das Fördergebiet des Stadtteils umfasst große Teile beiderseits der Kieler Straße, vom Pelikanstieg bis zum Langenfelder Damm, plus den Sportpark an der Hagenbeckstraße.

„Stellingen wächst – und mit ihm unser Anspruch, den Stadtteil in all seiner Vielfalt zu entwickeln und zu stärken“, sagt Stadtentwicklungssenatorin Karen Pein (SPD). Rund 5000 neue Bewohnerinnen und Bewohner sind in den vergangenen Jahren dazugekommen, ein neues Stadtteilzentrum entsteht am Sportplatzring. Nun müsse die öffentliche Infrastruktur dringend angepasst werden – von Freizeitflächen über Beratungsangebote bis zur Mobilität.

Was sich konkret in Stellingen ändern soll – und was das kostet

Für den ersten Maßnahmen stehen bereits Kosten in Höhe von rund 3,6 Millionen Euro fest, davon etwa zwei Millionen aus „RISE“-Mitteln. Zu den ersten Projekten gehören eine Skate- und Multifunktionsfläche am Rohlfsweg sowie die Neugestaltung des Eingangs zum Stadtpark Eimsbüttel an der Högenstraße. Viele weitere Investitionen sollen folgen.

Im Mittelpunkt steht vor allem die Frage, wie Stellingen wieder ein zusammenhängendes, lebendiges Zentrum bekommen kann. Der Stadtteil wirkt bislang zergliedert, viele Wohnquartiere sind nur schlecht miteinander verbunden.

Fehlende Mobilität im Stadtteil als Kernproblem

Eines der größten Probleme bleibt jedoch die Mobilität im Stadtteil: Durchgangsstraßen trennen ganze Quartiere voneinander, Fuß- und Radwege sind häufig unterbrochen oder unübersichtlich. All das mindert sowohl die Erreichbarkeit als auch die Aufenthaltsqualität.

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Gleichzeitig stellt der Klimaschutz Stellingen vor große Aufgaben. Viele Flächen entlang der Hauptverkehrsachsen sind stark versiegelt, Grünräume nur unzureichend miteinander vernetzt und die Energieeffizienz vieler Bestandsgebäude ist verbesserungswürdig.

So werden die Investitionen in Stellingen koordiniert

Das Bezirksamt Eimsbüttel koordiniert den Entwicklungsprozess, unterstützt von einem externen Gebietsentwickler. Ein Stadtteilbüro, ein Beteiligungsgremium und ein Verfügungsfonds sollen dafür sorgen, dass Anwohnerinnen und Anwohner, Eigentümer und lokale Initiativen eng eingebunden werden. Gemeinsam soll ein Entwicklungskonzept erarbeitet werden, in das auch Anwohner, Grundeigentümer und Gewerbetreibende eingebunden werden – die Grundlage für alle Maßnahmen bis 2035. (mp)

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