Hamburg

Yoga mit Katzen: Warum dieser neue Trend restlos ausgebucht ist

Person sitzt im Yoga-Sitz neben einer Katze im Katzentempel, im Hintergrund Café-Möbel.
Kater Scar findet die Yogaübungen im „Katzentempel” in der HafenCity sehr interessant. Hinter ihm macht MOPO-Reporter Tronje Schreyer eine Yoga-Übung.

Yoga mit Katzen – wie das wohl ist? Die MOPO hat den tierischen Workshop getestet.

Hier gibt es Entspannung und das niedliche Getapse kleiner Pfoten: Beim neuen Yoga-Workshop im „Katzentempel“ am Überseeboulevard (HafenCity) sind die tierischen Begleiter immer mit dabei. Yoga wird hier nicht nur zur körperlichen Aktivität, sondern zu einem Erlebnis in der Gesellschaft von Tieren. Yogalehrerin Linda Schaefer (45) nimmt die MOPO mit durch die Übungen – Namasté.

Sanfte Musik erfüllt den Raum. Zusammen mit den anderen Teilnehmenden rolle ich meine Yogamatte aus und nehme die erste Position ein. Noch bevor die Stunde richtig beginnt, schleicht eine neugierige Katze zwischen den Matten hindurch. Während ich mich auf meine Atmung und Bewegung konzentriere, fängt eine der Katzen an, mit einer der Yogamatten zu spielen.

Katzen-Yoga in Hamburg: Süß und entspannend

Auch wenn die Katzen süß sind: Beim Yoga geht es vor allem um Ruhe und Entspannung.
Das wird auch prompt auf die Probe gestellt, als eine der Katzen ruckartig aufspringt und alle kurzzeitig ihre Posen unterbrechen. Solche Unterbrechungen können zwar den Flow stören, jedoch müsse man die spontanen Reaktionen der Katzen in die Übungen einbeziehen, sodass man anschließend wieder zu sich selbst finde, erklärt Yogalehrerin Linda Schaefer der MOPO. Grundsätzlich sieht darin aber kein Problem für die Konzentration während der Übungen: „Ich glaube, das ist eher etwas Schönes, und von daher finde ich das gar nicht so problematisch, wenn man durch die Katzen kurz aus der Yogapraxis gerät.“

Linda Schaefer sitzt im Katzentempel Hamburg auf der Matte, eine Katze steht links im Raum.
Yogalehrerin Linda Schaefer sitzt im „Katzentempel” in der HafenCity auf der Matte. Kater Scar ist immer mit dabei.

Die Samtpfoten sind mittendrin im Geschehen: Mal legt sich während einer Yogastunde eine Katze direkt auf die Matte einer Besucherin. Ein anderes Mal finden die Katzen eine Klangschale so interessant, dass sie das Instrument neugierig untersuchen. „Mich freut das immer sehr, wenn sich die Teilnehmer freuen, sobald die Katzen zu ihnen kommen“, sagt sie.

Vom Yogastudio ins Katzen-Paradies

Schon zum dritten Mal findet eine Yogastunde im „Katzentempel“ in der HafenCity statt. Linda Schaefer ist jedes Mal begeistert und freut sich auf die Unterrichtsstunde: „Ich mag Tiere sehr gerne und in der Yoga-Philosophie sagt man auch, dass man gut mit Tieren und Menschen umgehen soll – gewaltlos, achtsam und freundlich.“

Normalerweise arbeitet sie in der Marketingabteilung einer Bekleidungsfirma für Motorradfahrer. 2023 hat sie ihre Ausbildung als Yogalehrerin abgeschlossen und unterrichtet nun nebenbei im Studio „Yoga an der Alster“. Als sie das Angebot des „Katzentempels“ erhielt, erfüllte sich für sie fast schon ein kleiner Traum: „Ich liebe Tiere und Katzen sowieso, und das hat einfach eins zu eins gepasst“, erzählt sie.

Ausgebucht: Nach dem Yoga kommt der Café-Alltag im „Katzentempel“

Katzen-Yoga ist als Konzept längst kein Geheimtipp mehr. Auch in anderen „Katzentempel“-Filialen werden Kurse angeboten. Hier in der HafenCity erfreut sich das neue Angebot wachsender Beliebtheit – bereits beim dritten Termin war der Kurs komplett ausgebucht. Eine Stunde kostet 45 Euro. 

Gestreifte Katze im Vordergrund, dahinter Menschen auf Yogamatten in einem Studio.
Katze Yzma freut sich während der Yoga-Stunde im „Katzentempel” in der HafenCity über Leckerlis.

Nachdem die Yogamatten eingerollt und die Dehnübungen beendet sind, kehrt im Raum wieder der normale Alltag ein. Denn eigentlich ist der Ort ein Katzen-Café, in dem es neben Kaffee und Kuchen vor allem eines gibt: jede Menge Katzenspielzeug und flauschige Tiere.

Selbstversuch: Belagerung für den Fotografen, Bestechung für mich

Wie mir meine erste Yoga-Stunde mit Stubentigern gefallen hat? Leider interessierten sie sich mehr für die Kameratasche des Fotografen als für mich. Erst nach der Stunde konnte ich die Katzen mit Leckerlis bestechen und ihnen über das Fell streichen. Dafür bin ich nach der Yoga-Stunde aber tiefenentspannt. 

Die nächste Einheit findet im kommenden Monat statt, der genaue Termin steht noch nicht fest. Dann heißt es im Katzen-Café wieder: Ab in die Positionen von „Hund“, „Krieger“ und natürlich „Katze“.



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