Wohnungs-Großprojekt stockt seit Jahren: Warum passiert hier eigentlich nichts?

Hier ist die „Neue Gartenstadt Öjendorf“ geplant – außer großen Ideen kann man aber nicht viel vorweisen.
Hier ist die „Neue Gartenstadt Öjendorf“ geplant – außer großen Ideen kann man aber nicht viel vorweisen.

2200 neue Wohnungen soll die „Neue Gartenstadt Öjendorf“ bei Billstedt einmal beheimaten – doch seit mehr als zehn Jahren passiert auf dem Gelände nichts. Wohnen im Grünen mit einem „unmittelbaren Naturerlebnis“, so wird das Quartier weiterhin auf einer eigens angelegten Webseite beworben. Aktuell sieht es nach Anfrage bei der Stadt allerdings nicht danach aus, als ob hier demnächst die Bagger anrollen.

Wohnraum wird in Hamburg überall dringend gebraucht – die „Neue Gartenstadt Öjendorf“ soll einmal die Heimat für mehr als 5000 Menschen sein. „Dabei werden verschiedene Lebensgemeinschaften und Haushalte angesprochen: Singles, Paare, Familien, Alleinerziehende, Senior:innen, Zuhause-Arbeitende, Wohnprojekte“, heißt es auf der Projekt-Webseite. Das Gebiet liegt nördlich der Glinder Straße und südlich des Öjendorfer Parks.

Geplant sind Reihenhäuser und Wohnungen mit privaten Gärten im Erdgeschoss, dazu Gemeinschaftsgärten für alle Nachbarn. Außerdem soll es eine Grundschule, mehrere Kitas und einen Supermarkt geben. Beschlossen wurde das Vorhaben vom Senat schon 2016 – damals waren anfangs nur 700 bis 800 Wohnungen geplant. Später wurde in den Plänen nachverdichtet.

Gartenstadt Öjendorf: Kein Bebauungsplan vorhanden

2023 gab es einen Architekturwettbewerb für das Areal mit einem Siegerentwurf. Anschließend sollte ein Funktionsplan als Basis für das Bebauungsplanverfahren erstellt werden. Den Bebauungsplan gibt es jedoch bis heute nicht. Zuerst berichtete der „NDR“. Für die Fläche ist ein Konsortium zuständig, bestehend aus der Frank Projektentwicklung Nord GmbH, der Hamburg Team Gesellschaft und dem städtischen Wohnungsunternehmen Saga.

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„Die Stadt Hamburg, Frank, Hamburg Team und die Saga sind unverändert an der erfolgreichen Entwicklung der Gartenstadt Öjendorf interessiert“, schreiben das Bezirksamt Hamburg-Mitte und das Konsortium in einer gemeinsamen Stellungnahme auf MOPO-Anfrage. „Allerdings stellt die anhaltend schwierige Marktlage das Projekt vor große Herausforderungen. Gemeinsames Ziel ist es, den innovativen Ansatz der Gartenstadt Öjendorf in die Umsetzung zu bringen.“ Aussagen zu einzelnen Themenfeldern würden erst nach Abschluss der laufenden Prüfungen erfolgen.