Wohnungen, Läden, Gastro: Großprojekt soll „vernachlässigten Ort“ endlich aufwerten
Eine zentrale Lage am nördlichen Eingang der Fußgängerzone, ein kurzer Weg zum Bahnhof, und auch mit dem Auto ist man von hier aus schnell über die B5 in Hamburg: Trotzdem lag dieses Filet-Grundstück in Lohbrügge lange im Dornröschenschlaf – und sah dabei auch nicht sehr ansprechend aus. Nun sollen die Abrissbagger kommen und danach werden große Pläne für Wohnen, Gewerbe und Gastro umgesetzt.
Zusammenfassung:
- Das brachliegende Filet-Grundstück in Lohbrügge wird mit Wohnen, Gewerbe und Gastronomie neu entwickelt.
- Hinter dem Haspa-Hochhaus nahe dem Lohbrügger Marktplatz entstehen drei Neubauten in dichter Bauweise.
- Geplant sind 98 Wohnungen, davon mindestens 30 Prozent öffentlich gefördert, plus Gewerbe- und Gastroflächen.
Drei große neue Gebäuderiegel sollen auf der Fläche hinter dem weithin sichtbaren Haspa-Hochhaus nahe dem Lohbrügger Marktplatz entstehen. Dafür werden der ehemalige Edeka-Markt und auch der gesamte Flachdachbereich von Haspa, Backhus und Co. abgerissen.
Die Bebauung wird stark verdichtet sein. Zwei der drei großen Gebäude (Markthaus und Apartmenthaus) bekommen sechs bis sieben Stockwerke. Der Neubau am Sander Markt wird fünf Geschosse haben, deren obere zwei abgestaffelt werden – ein sogenanntes Terrassenhaus. Alle drei Gebäude werden mit dem Haspa-Hochhaus Wand an Wand gebaut und gruppieren sich um einen quadratischen Innenhof.
Drei neue Gebäude entstehen am Lohbrügger Markt
Trotz der hohen Bebauung entstehen am Lohbrügger Markt weniger Wohnungen, als man vermuten könnte. Gebaut werden insgesamt 98 Wohneinheiten, davon mindestens 30 Prozent als öffentlich geförderte Mietwohnungen.
Die privaten Frei- und Grünflächen werden im Innenhof sowie auf dem Dach des Apartmenthauses angelegt. Der Innenhof erhält eine zentral gelegene, ebenerdige Grünfläche, die als intensiv begrünter Gemeinschaftsgarten mit Erholungs- und Kinderspielflächen sowie Bepflanzung gestaltet wird. Er wird so modelliert, dass er barrierefrei zwischen den unterschiedlichen Eingangsniveaus vermittelt.
98 Wohnungen nahe der Fußgängerzone
Zudem entstehen viele Gewerbeflächen, etwa für die Haspa-Filiale. Aber auch gastronomische Angebote mit Außenbereichen, Atelierwohnungen und weitere gewerbliche Nutzungen. Vor dem Haspa-Turm zur Fußgängerzone hin ist ein freistehender Kiosk‑Pavillon geplant. In die Erdgeschosse und die ersten Obergeschosse sollen vor allem Geschäfte und Büros einziehen. Die Wohnungen sind erst in den Etagen darüber geplant.
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Pkw-Parkplätze gibt es nur in den Tiefgaragen der Häuser – und die sind sparsam bemessen: 64 Stellplätze sind für die 98 Wohnungen geplant, davon gehen noch 20 ab, die für die Gewerbebetriebe vor Ort reserviert sind. Erschlossen wird das ganze Gebiet ausschließlich über die Straße Sander Markt.
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