Schnee fällt am Morgen an den Landungsbrücken.

Schnee fällt am Morgen an den Landungsbrücken. Foto: picture alliance/dpa/Bodo Marks

Neuschnee und Glätte in Hamburg: Schlittern wir ins nächste Winterchaos?

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Winterliche Kulisse in Hamburg: Neuschnee brachte am Wochenende weiße Flecken bis ins Umland. Am frühen Montagmorgen – pünktlich zum Berufsverkehr – schneite es erneut in der Stadt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt wird die Schneedecke so schnell nicht verschwinden. Die Stadtreinigung ist im Großeinsatz.

Der Schnee ist zurück: Nachdem es am Wochenende in Hamburg und im Umland geschneit hatte, startet die Woche bedeckt mit Schnee und leichtem Frost. Und es bleibt erst einmal weiß im Norden: Dabei wird es laut der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) bis Montagabend in Ostholstein, Lauenburg und Hamburg verbreitet Mengen zwischen 10 und 20 Zentimeter, örtlich auch bis 25 Zentimeter geben. 

Nach Neuschnee: Winter bleibt tonangebend in den kommenden Tagen

Nachmittags lassen die Niederschläge nach. Im Süden und im Raum Hamburg herrscht leichter Dauerfrost mit Werten nah am Gefrierpunkt. Die Maximaltemperaturen liegen zwischen 0 und 2 Grad. An der Küste werden teils stürmische Böen aus Nordost erwartet. Diese sollen abends nachlassen.

Auch zur Wochenmitte rechnet der DWD mit Neuschnee, bevor die Temperaturen zum Ende der kommenden Woche langsam wieder anziehen. „Doch bis dahin bleibt der Winter tonangebend: kompromisslos, kalt und eindringlich“, heißt es in einer Mitteilung.

Nacht zu Montag: 360 Fahrzeuge und 728 Einsatzkräfte der Stadtreinigung in Einsatzbereitschaft

Auch die Stadtreinigung bereitete sich auf einen verschneiten und glatten Start in die neue Woche vor, erklärte ein Sprecher. Für die Nacht auf Montag war der komplette Winterdienst in Einsatzbereitschaft: 360 Fahrzeuge und 728 Einsatzkräfte. Ihr Hauptziel: einen flüssigen und sicheren Verkehr ermöglichen.

Mitarbeiter der Stadtreinigung sind im Einsatz. Schnee fällt am Morgen an den Landungsbrücken.
Mitarbeiter der Stadtreinigung sind im Einsatz.
Mitarbeiter der Stadtreinigung sind im Einsatz.

Besondere Priorität haben dabei die Hauptverkehrsachsen und Straßen, die vom Berufsverkehr stark frequentiert werden. Auch die Köhlbrandbrücke hat als exponierte Strecke am Wasser hohe Priorität. Radwege und Gehwege werden unabhängig von den Straßen gleichzeitig bearbeitet. Die Herausforderung: Sand und Kies müssen wirken, bevor neuer Niederschlag fällt. Räumen kann die Stadtreinigung nur im Nachhinein.

Die Empfehlung der Stadtreinigung: vorsichtig sein. Ob zu Fuß, mit dem Rad oder im Auto – wer im Schnee unterwegs ist, soll verantwortungsvoll handeln und sich den Gegebenheiten anpassen. Trotz des umfangreichen Einsatzes herrscht Glättegefahr. 

Viel Schnee in Niedersachsen und Bremen

Im Osten und in der Mitte Niedersachsens können am Montag bis zu zehn Zentimeter Schnee fallen. An der Nordseeküste kann es vormittags Schneeregen geben, nachmittags soll dieser abnehmen. Die Höchsttemperaturen liegen bei 0 bis 2 Grad. Im Bergland herrscht leichter Dauerfrost. An der Küste kommt es zu einem starken Nordostwind.

DWD rechnet in Hamburg und Schleswig-Holstein erneut mit Schnee

Die ersten Nächte der neuen Woche bleiben in Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein frostig, die Temperaturen sinken leicht unter null Grad. Tagsüber klettern sie hingegen knapp über den Gefrierpunkt. Insbesondere wegen des Winds könnten sich die Temperaturen deutlich kälter anfühlen, als sie tatsächlich seien, sagte der Meteorologe.

Die Schneedecke dürfte daher einige Tage liegen bleiben. In der Nacht zum Dienstag schneit im Südosten Schleswig-Holsteins und in Hamburg noch leicht. Es bleibt weiterhin glatt und frostig. In der Nacht zum Mittwoch  bleibt es überwiegend bewölkt und trocken. Bei bis zu minus 3 Grad kommt es zu leichtem Frost. Auch am Mittwoch bleibt es bewölkt, an den Küsten fällt vereinzelt Schneegriesel. 

Eisberge ziehen weiter Schaulustige an

Das Wetter hat auch schöne Seiten: Warm eingemummelt, kann man ein ungewöhnliches Naturschauspiel beobachten: Die Eisberge auf der Elbe bei Geesthacht ziehen weiter viele Neugierige an. Seit Tagen arbeitet die Eisbrecherflotte aus Geesthacht gegen eine Eisbarriere am Stauwehr. Dabei zerlegt sie die dicke Eisschicht auf der Elbe in kleinere Schollen, die bei Niedrigwasser am Elbufer liegen bleiben und sich zu Eisbergen auftürmen.

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Polizei und Stadtverwaltung appellieren an die Besucher, die Wasserstände im Blick zu haben. Der Grund: der Wasserstand der Elbe unterliegt westlich von Wehr und Schleuse den Gezeiten. Viele unterschätzten, wie schnell der Pegelstand steige und wie man dann vom „Festland” abgeschnitten werden könne. Zudem wird von der Stadtverwaltung davor gewarnt, die Eisschollen zu betreten. (mp/dpa)

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