Hamburg

Barmbek-Nord

Wildes Camp mitten auf einer Verkehrsinsel: Hier leb(t)en Menschen?!

Das Camp befand sich mitten auf der Verkehrsinsel.
Das Camp befand sich mitten auf der Verkehrsinsel.

Die Bramfelder Straße ist auf Höhe Lämmersieth sechsspurig, Tausende Fahrzeuge aller Gewichtsklassen nutzen täglich den Verlauf der B434 über den Osterbekkanal. Und genau hier, sicher an einem der lautesten Orte dieser Stadt, haben Menschen wochenlang auf einer Verkehrsinsel übernachtet.

Die Insel befindet sich in Höhe der Hausnummer Bramfelder Straße 48. Auf dem kleinen, mit Gestrüpp bewachsenen Gelände gibt es zwei Zugänge zu einem unterirdischen Bunker. In diesen gemauerten Eingängen und im Gebüsch hatten sich die Bewohner mehr schlecht als recht eingerichtet.

Wildes Camp: Rumänische „Wanderarbeiter“ oder Bettler?

Als die MOPO nachschaute, lagen dort unter Zeltplanen Schlafsäcke, Matratzen, Kissen, Lebensmittel, aber auch Bücher und ein Reiseführer über Rumänien. Leere Packungen Zigaretten und eine Schnapsflasche „Goldbrand“ waren auch zu finden. Tagsüber war das Lager verlassen, doch spätabends traf die MOPO einen Bewohner tief schlafend an.

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Am 24. Oktober überprüften Mitarbeiter des Bezirksamts Nord die Verkehrsinsel und hinterlegten eine Räumungsverfügung. Am vergangenen Mittwoch räumte das Amt das Lager. Was aus den Bewohnern geworden ist, ist unbekannt.

Die Bramfelder Straße ist auf Höhe Lämmersieth sechsspurig, Tausende Fahrzeuge aller Gewichtsklassen nutzen täglich den Verlauf der B434 über den Osterbekkanal. Und genau hier, sicher an einem der lautesten Orte dieser Stadt, haben Menschen wochenlang auf einer Verkehrsinsel übernachtet.