Linienbusse der Hochbahn AG stehen auf dem Busbetriebshof Langenfelde.

Linienbusse der Hochbahn AG stehen auf dem Busbetriebshof Langenfelde. Foto: picture alliance/dpa | Marcus Brandt

Massiver Bus-Streik in Hamburg: Welche Linien fahren – und welche nicht

Mit dem Bus zur Arbeit? Das könnte in manchen Stadtteilen Hamburgs heute schwierig werden. Die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt zu einem Warnstreik aufgerufen.

Wieder Einschränkungen im Hamburger Nahverkehr. Viele Linienbusse der Hamburger Hochbahn werden heute nicht oder nur eingeschränkt fahren. Hintergrund ist ein von der Gewerkschaft Verdi angekündigter Warnstreik. Zahlreiche Buslinien sollen demnach von 3 Uhr bis Mittwoch um 3 Uhr sogar vollständig ausfallen. Der Warnstreik beschränkt sich auf die Linien der Betriebshöfe Alsterdorf, Hummelsbüttel und Langenfelde.

37 von 112 Buslinien sind komplett betroffen

Komplett betroffen sind nach Angaben der Hochbahn 37 von insgesamt 112 Buslinien. Und zwar die Linien 4, 5, 6, 7, 17, 18, 19, 20, 24, 26, 30, 37, 111, 115, 170, 172, 174, 176, 177, 179, 181, 183, 214, 218, 270, 276, 277, 292, 375, 391, 603, 606, 607, 613, 616, 617, 624 und X86. Das Unternehmen prüft nach eigenen Angaben aber, ob ein stark eingeschränktes Grundangebot auf diesen Buslinien ermöglicht werden könne.

Auf einigen Buslinien sei trotz des Streiks ein instabiler Teilbetrieb möglich. Das gelte für die Linien 12, 16, 23, 25, 28, 31, 105, 150, 168, 171, 180, 191, 250, 261, X22 und X27. Auch Schulbusse sollen fahren. Die Hochbahn hat eine genaue Linien-Übersicht auf ihrer Website veröffentlicht.

Verdi fordert in den laufenden Tarifverhandlungen bei der Hochbahn unter anderem 7,5 Prozent mehr Lohn mit einer sozialen Komponente für die unteren Entgeltgruppen sowie einen 200-Euro-Mietkostenzuschuss für Auszubildende.

Streik in Hamburg: Auch Busse von VHH betroffen

Auch Fahrgäste der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) müssen sich am Mittwoch alternative Möglichkeiten suchen, um an ihre Ziele zu gelangen. Vor allem im Hamburger Osten sowie in den schleswig-holsteinischen Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn ist mit Ausfällen zu rechnen. Eine genaue Liste der betroffenen Linien gibt es auf der Website des Busunternehmens.

Busse im Depot statt auf der Straße: Die Busfahrer der VHH Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH streiken. picture alliance / ABBfoto
Busse mit der Aufschrift „Leerfahrt“
Busse im Depot statt auf der Straße: Die Busfahrer der VHH Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein GmbH streiken.

Die Gewerkschaft fordert unter anderem eine 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns für die Mitarbeiter. Die Verhandlungen gehen am 26. Februar weiter. 

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Eine gute Nachricht gibt es für Dienstag immerhin: Die U-Bahnen der Hochbahn sind erstmal nicht vom Streik betroffen und fahren normal. Das Gleiche gilt für die S-Bahnen und Fähren. Betroffene sollen sich über die HVV-App, hvv.de und hochbahn.de über betroffene Linien informieren.

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