Wie Stadt und MSC die letzten HHLA-Aktionäre rausdrängen wollen
Konflikt im Hamburger Hafen: Die Stadt und die Schweizer Reederei MSC halten den Angaben nach mittlerweile mehr als 95 Prozent der HHLA-Aktien. Damit wird ein sogenanntes Squeeze-out möglich.
Die Stadt Hamburg und die Reederei MSC wollen verbliebene Minderheitsaktionäre der Hamburg Hafen und Logistik AG (HHLA) aus dem Unternehmen hinausdrängen. Angestrebt werde ein sogenanntes Squeeze-out, teilte der Hafenlogistiker, der etwa Containerterminals betreibt, am späten Montagabend in einer Ad-hoc-Mitteilung mit.
Hamburg und Schweizer Reederei müssen Abfindungen zahlen
Die Stadt und MSC, die Mediterranean Shipping Company aus der Schweiz, halten über die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft mehr als 95 Prozent der HHLA-Aktien. Ein solcher Anteil war nötig, um den Ausschluss der Minderheitsaktionäre beschließen zu können.
Die Port of Hamburg Beteiligungsgesellschaft muss den Minderheitsaktionären eine angemessene Barabfindung zahlen, wie das Aktiengesetz vorschreibt. Die Höhe der Zahlung werde demnächst von der Beteiligungsgesellschaft durch eine Unternehmensbewertung festgelegt, teilte die HHLA mit. Ein gerichtlich bestellter Prüfer werde kontrollieren, ob die Höhe angemessen sei.
Stadt soll weiterhin Mehrheit besitzen
Die MSC, eine der weltgrößten Containerreedereien, war im November 2024 bei der HHLA eingestiegen. Abgemacht ist, dass die Genfer Reederei bis zu 49,9 Prozent an der Beteiligungsgesellschaft halten wird. Die Stadt soll 50,1 Prozent wahren.
Das könnte Sie auch interessieren: Containerumschlag: So entwickelt sich das Geschäft im Hamburger Hafen
Die HHLA teilte mit, wirksam werde der Ausschluss der Minderheitsaktionäre mit einem Beschluss der Hauptversammlung und einer Eintragung im Handelsregister. (dpa)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.