Wie in den USA: Investor plant riesige Sportanlage mit Hotel bei Hamburg
Mega-Projekt auf Brachland in Halstenbek: Nach 20 Jahren soll auf der Greve-Fäche in dem Ort nahe Hamburg etwas Großes entstehen. Ein Investor plant die zweite deutsche Golf-Eventanlage im USA-Stil von „Topgolf“ – die Gemeinde ist einverstanden.
Auf knapp vier Hektar will die in Zürich sitzende „Greenreb-Gruppe“ als Investor eine riesige Golf-Anlage inklusive eines großen Hotels errichten. Die an eine Wohngegend angrenzende sogenannte Greve-Fläche liegt schon seit 20 Jahren brach, wie das „Abendblatt“ berichtet.
Zweite deutsche Golf-Anlage von „Topgolf“ geplant
Geplant sei eine Eventanlage von „Topgolf“, einem US-Unterhaltungskonzept rund um den Golfsport. Weltweit gibt es davon inzwischen rund 100 Standorte, etwa in Metropolen wie Las Vegas, Bangkok und Dubai. Auch in Deutschland gibt es seit 2022 eine Anlage in Oberhausen im Ruhrgebiet.
Besucher müssen keine Golf-Spieler sein – Spaß und Action sollen im Vordergrund stehen. In Oberhausen spielen 90 Prozent der Gäste ansonsten kein Golf.
Zusätzlich zur Anlage soll ein Hotel mit 150 Zimmern errichtet werden – es wäre damit das größte Hotel im Kreis Pinneberg. Die Investitionen für das Riesenprojekt sollen im hohen zweistelligen Millionenbereich liegen. Zusätzlich entstünden Hunderte von Arbeitsplätzen durch das Vorhaben.
Aber nicht nur mit seinen rund 102 beheizten und wettergeschützten Golfbuchten soll das neue „Topgolf Hamburg“ glänzen – hier soll jeder auf seine Kosten kommen. Auf den 40.000 Quadratmetern, die sich auf drei Etagen erstrecken sollen, sind drei Bars und mehrere Terrassen sowie ein 34 Quadratmeter großer Megascreen für Live-Sportübertragungen vorgesehen.
Golf-Anlage: Die Rettung für Halstenbeks Wirtschaft?
Auch die Gemeinde Halstenbek ist überzeugt. Laut dem Investor sollen jährliche Besucherzahlen jenseits der 400.000 erreicht werden. Allein durch die Golfanlage entstünden 450 Arbeitsplätze, weitere sollen durch das Hotel dazu kommen.
Die damit verbundenen Gewerbesteuereinnahmen werden in der Gemeindekasse dringend gebraucht. Aufgrund der kriselnden Wohnmeile erhoffen sich politisch Verantwortliche auch erhebliche Kaufkraftzuwächse.
20 Jahre Brachland – und nun?
Das Brachland ist im Besitz der AlsterCity Verwaltungsgesellschaft Hamburg, die zur Familie Greve gehört. Im Jahr 2004 kaufte die Familie das Areal für ein 100-Millionen-Euro-Vorhaben. Es sollten Möbelhäuser, Bürobauten, ein Fachmarktzentrum und eine Seniorenresidenz entstehen. Die damalige politische Mehrheit aus SPD und Grünen blockierte diese Idee jedoch – deshalb wurde die Fläche nicht angerührt.
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Jetzt sind neben der Mega-Golfanlage 90 Wohneinheiten in zwei Gebäuden, ein Sitz der Firma „GL Spezialverglasung“ und „Küchen Aktuell“ auf der Fläche geplant. Auch die Ansiedlung von produzierenden Betrieben soll möglich sein. Der Bauausschuss wird sich auf einer Sitzung am kommenden Dienstag (17. Februar) öffentlich mit dem Großraumprojekt befassen.
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