Wie ein Mini-Urlaub: Diese Landidylle liegt ganz nah an Hamburgs Innenstadt

Reitbrooker Mühle
Schön anzusehen: Die Reitbrooker Mühle im Herbst

Am Wegesrand leuchten Kürbisse und Äpfel, in den Hofläden gibt es frische Lebensmittel, Wander- und Radwege laden zum Spaziergang oder zur Radtour ein, Cafés und Restaurants zum Einkehren. Ein Ausflug in die Vier- und Marschlande dauert von Hamburgs City nicht mal eine halbe Stunde und ist wie ein Mini-Urlaub auf dem Land.

Spadenland
Hinter der Tatenberger Schleuse beginnt Deutschlands größtes Gemüseanbaugebiet.

Gemüse am Wegesrand

Die Vier- und Marschlande sind das größte zusammenhängende Gemüseanbaugebiet Deutschlands. Für eine Rundtour ist das Auto nicht zwingend erforderlich. Die ländliche Gegend lässt sich gut mit dem Rad ab Hauptbahnhof via Entenwerder und Kaltehofe abfahren. Hinter der Tatenberger Schleuse ist die Stadt ganz plötzlich zu Ende und das Landleben fängt an. Bei Stender am Tatenberger Deich, Hofladen und Gärtnerei, macht das Einkaufen Spaß. Auf dem Weg weiter nach Ochsenwerder und zum Naturschutzgebiet „Die Reit“ gibt es Einkaufsmöglichkeiten direkt an der Straße. Apfelsaft, Kartoffeln, Kürbisse, Kohl und sogar ein Gemüseautomat steht 24/7 bereit. Verhungern muss hier niemand.

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Kürbisse
Jetzt ist Erntezeit für Kürbisse und Kohl – in den Vier-und Marschlanden kann man am Straßenrand einkaufen.

Kirchen und Kultur

In Ochsenwerder lohnt ein Stopp, um einen Blick in die barocke Pankratius-Kirche mit der Arp-Schnitger-Orgel zu werfen. Das große Fachwerkhaus daneben stammt aus dem Jahre 1634 und ist das älteste Pastorat der Vier- und Marschlande. Noch älter ist die 800 Jahre alte Eibe auf dem Kirchfriedhof. Sehenswert ist auch die St. Johanniskirche in Curslack mit dem alten Friedhof. Auch beim Spaziergang durch das zum Teil denkmalgeschützte Dorf gibt es viel zu entdecken.

Curslack Kirche
Das zum Teil denkmalgeschützte Dorf Curslack mit seiner Fachwerkkirche ist immer einen Besuch wert.

Wandern in der Reit

Über den Eichholzfelder Deich, rechts ab in den Ochsenwerder Norderdeich und vorbei an der Demeter-Gärtnerei Sannmann, beginnt das Naturschutzgebiet „Die Reit“. Auf einem vier Kilometer langen Rundwanderweg (Start auf dem Reitdeich hinter der Brücke) lässt sich dieses kleine Waldstück zwischen Dove und Gose Elbe gut zu Fuß erkunden. Von der Heinrich-Osterath-Straße ist die Reitbrooker Mühle zu sehen. Kurzer Stopp an „Maritas Gemüsekiste“, einem 24-Stunden-Automaten, dann geht es mit Mohrrüben und Wirsing im Gepäck weiter. Einige Radfahrer sind unterwegs, die auch an kühlen Tagen trainieren – im Herbst sind die schmalen Straßen auf den Deichen wenig befahren und gut zum Radfahren geeignet. Schon ist das nächste Naturschutzgebiet erreicht: die Kirchwerder Wiesen, mit 857 Hektar das größte Naturschutzgebiet Hamburgs. Ideal zum Wandern und Spazierengehen.

Hof Eggers
Beliebtes Ausflugsziel: Der Biohof Eggers in der Ohe in den Vier- und Marschlanden.

Außergewöhnliche Kaffeepausen

Das Café auf dem Hof Neun Linden hat neu eröffnet und heißt jetzt „Lovely Vintage Café“. Ausgezeichnete Torten, gemütliches Ambiente, alles in schöner Umgebung. Mit Weitblick über die Elbe speisen Gäste in der „Marschländer Elblounge“, die mit Möbeln von Riviera Maison eingerichtet ist. Die kann man vor Ort auch kaufen. Zur Riepenburger Mühle gehört das „Café Molina“. Kaffee trinken kann man auch auf dem 400 Jahre alten Biohof Eggers. Am 2. November geht das Hofcafé in die Winterpause.

Lovely Vintage Café, Billwerder Billdeich 480, 21033 Hamburg, Sa 13 bis 18, So 11 bis 18 Uhr, feiertags 14 bis 18 Uhr

Hof Eggers in der Ohe, Kirchwerder Mühlendamm 5, 21037 Hamburg, Sa/So und feiertags 10 bis 18 Uhr

Café Molina, Kirchwerder Mühlendamm 75a, 21037 Hamburg, Fr/Sa/So 9 bis 18 Uhr

Marschländer Elblounge, Spadenländer Elbdeich 40, 21037 Hamburg, Do/Fr/Sa 12 bis 22 Uhr, So 10.30 bis 21 Uhr.

Am Wegesrand leuchten Kürbisse und Äpfel, in den Hofläden gibt es frische Lebensmittel, Wander- und Radwege laden zum Spaziergang oder zur Radtour ein, Cafés und Restaurants zum Einkehren. Ein Ausflug in die Vier- und Marschlande dauert von Hamburgs City nicht mal eine halbe Stunde und ist wie ein Mini-Urlaub auf dem Land.