Was für ein Spektakel: Wenn der Himmel leuchtet – Polarlichter über Hamburg!
Ein Sonnensturm sorgt für Polarlichter über Deutschland. Er ist so stark, dass das Lichtspektakel vom Norden bis zu den Alpen zu sehen ist. In Hamburg erstrahlte der Himmel in leuchtenden Farben.
Ein magischer Anblick über der Hansestadt: In der Nacht auf Dienstag versetzten die Polarlichter die Menschen in Staunen. Zahlreiche Hamburger wurden Zeugen des seltenen Naturphänomens, etwa in Winterhude, Ottensen, Rahlstedt und weiteren Stadtteilen. Grüne und violette Schleier tanzten am Himmel, Smartphones wurden gezückt, Balkone füllten sich mit begeisterten Beobachtern. Für viele war es ein einmaliges Erlebnis, das sonst eher in den hohen Breiten Skandinaviens zu erwarten ist.

Tatsächlich wurden über vielen Teilen Deutschlands Polarlichter gemeldet. Verantwortlich dafür sei ein sogenannter geomagnetischer Sonnensturm, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit. Wegen der Stärke des Sonnensturms seien die Lichter in der Nacht bis zu den Alpen zu sehen gewesen.

„Wir hatten eine stärkere Eruption der Sonne und die ist jetzt bei uns angekommen“, sagte Markus Bayer, Meteorologe beim DWD. Durch die Eruption flogen Teilchen von der Sonne in Richtung Erde.
Polarlichter über Hamburg: So kommt das Leuchten
Sie werden bei Sonnenstürmen vom Erdmagnetfeld in Richtung Pole gelenkt und dringen in die Erdatmosphäre ein, heißt es auf der Webseite des DWD dazu. „In den oberen Schichten der Atmosphäre treffen die geladenen Teilchen auf Luftmoleküle und regen diese zum Leuchten an.“

Der geomagnetische Sturm erreichte Montagabend die zweithöchste Stufe G4, wie die US-Atmosphärenbehörde Noaa berichtete. Möglich seien bei dieser Stärke unter anderem Auswirkungen auf Satelliten. So könne auch das GPS-System ausfallen.
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Die Eruptionswolke der Sonne habe die Strecke zwischen Sonne und Erde in nur etwa 25 Stunden bewältigt, berichtete die Astronomie-Plattform „Spaceweather“. Das sei extrem schnell. Normalerweise benötige eine solche Wolke für diese Strecke drei bis vier Tage. (dpa/esk)
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