Hamburg

Was verdient eigentlich ein Sachbearbeiter in der Flugzeugindustrie?

Airbus-Bug ragt in der Taktstraße aus Gerüsten im EADS-Elbe Flugzeugwerk.
Ein Flugzeug im Hangar (Symbolfoto)

Viel Zeit für das Privatleben und ein gutes Gehalt. Dieser Hamburger ist mit seinem Job zufrieden. 

Über Geld spricht man nicht? Oh doch! Wir machen in loser Folge mit Menschen aus Hamburg den Kassensturz. Heute verrät ein technisch-kaufmännischer Sachbearbeiter in der Flugzeugindustrie sein Gehalt.

Ich kann selbst immer nicht so genau sagen, wie sich mein Beruf nennt, wenn mich jemand fragt. Durch meine vielfältigen Aufgaben und Abläufe lässt sich das nicht so genau festlegen – aber am besten trifft es „technisch-kaufmännischer Sachbearbeiter in der Flugzeugindustrie“.

Ein Sachbearbeiter in der Flugzeugbranche verrät sein Gehalt

Gestartet hat alles mit einer Ausbildung als Einzelhandelskaufmann. Vor gut 14 Jahren bin ich dann als Quereinsteiger über eine Zeitarbeitsvermittlung zu meinem jetzigen Job gekommen. Seitdem hat es mich dort gehalten.

Zu meinen Aufgaben gehören – um es zusammenzufassen – der Einkauf spezieller Werkzeuge, die Überwachung von Lagerbeständen sowie die technische Problemlösung. Die allergrößte Herausforderung ist es, jeden Tag den Produktionsalltag logistisch und technisch am Laufen zu halten – meine Kollegen verlassen sich da auf mich. Genau diese Herausforderung und Vielfalt brauche ich.

Manchmal jedoch ist es schwer mit anzusehen, was – aufgrund der hohen Sicherheitsstandards in der Flugzeugindustrie – alles weggeschmissen werden muss. Neues und vor allem teures Werkzeug muss teilweise nach einer kleinen Anwendung entsorgt werden.

„Ich habe mehr als genug Zeit für mein Privatleben“

Durch meine permanente Frühschicht an fünf Tagen in der Woche habe ich noch mehr als genug Zeit für mein Privatleben. Zudem kann ich einen Teil meiner Arbeitszeit im Homeoffice erledigen – so kommt Freizeit bei mir nicht zu knapp.

Für meine 37,5-Stunden-Woche bekomme ich ein Bruttogehalt von 4900 Euro. Das reicht mir persönlich gut zum Leben. Also so, dass ich mir bei Freizeitaktivitäten, beim Essen gehen und beim Reisen keine Sorgen ums Geld machen muss.

Meinen Job würde ich nur denjenigen weiterempfehlen, die weit im Voraus denken und sich als echten „Troubleshooter“ sehen. Für Liebhaber sich immer wiederholender Aufgaben und Abläufe ist dieser Job überhaupt nichts.

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