Helmut Schmidt im Frühjahr 1981.

Helmut Schmidt im Frühjahr 1981. Foto: imago/Sven Simon

Was muss die SPD ändern, um wieder so stark zu werden wie unter Helmut Schmidt?

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Die SPD, Deutschlands älteste Partei, steckt in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte. Bei der Bundestagswahl 2025 kam sie bundesweit auf 16,4 Prozent. Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg stürzte sie am 8. März auf 5,5 Prozent ab. Und in Rheinland-Pfalz, wo die Sozialdemokraten 35 Jahre lang ununterbrochen regierten, erreichten sie am vergangenen Wochenende lediglich 25,9 Prozent. In der künftigen Landesregierung wird die SPD nur noch Juniorpartner der CDU sein.

Auch der Blick auf die kommenden Wahlen macht wenig Hoffnung. In der aktuellen bundesweiten Sonntagsfrage liegt die SPD, je nach Institut, nur noch bei 12 bis 16 Prozent. Für die anstehenden Landtagswahlen sieht es ebenfalls düster aus: Für Berlin wird in einer aktuellen Umfrage ein Ergebnis von 16 Prozent vorausgesagt, für Sachsen-Anhalt 8 Prozent. Zwar liegt die SPD in Mecklenburg-Vorpommern bei immerhin 26 Prozent, aber damit deutlich hinter der AfD, die in der jüngsten Umfrage auf 34 Prozent kommt.

Nach der Wahl-Schlappe von Rheinland-Pfalz: Mancher in der Partei will, dass Boris Pistorius die Führung übernimmt. Doch die SPD-Chefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil sehen keinen Grund zum Rücktritt. picture alliance / NurPhoto | Christian Marquardt
Die SPD-Chefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil machen erst einmal weiter - sollten jetzt aber Reformfreude zeigen.
Nach der Wahl-Schlappe von Rheinland-Pfalz: Mancher in der Partei wünscht sich, dass Boris Pistorius die Führung übernimmt. Doch die SPD-Chefs Bärbel Bas und Lars Klingbeil sehen keinen Grund zum Rücktritt. Ganz links: eine Bronze-Plastik des legendären SPD-Vorsitzenden und Ex-Bundeskanzlers Willy Brandt (1913-1992).

Was muss die SPD ändern, damit die Arbeiter und kleinen Angestellten sie wählen?

Eine der Hauptursachen für diesen Niedergang scheint zu sein, dass die SPD, die sich früher mal als Arbeiterpartei verstand, das Vertrauen ihrer Stammklientel verloren hat. Nur noch 12 Prozent der Arbeiter geben ihr ihre Stimme. Es stellt sich also die Frage: Hat die SPD den Kontakt zu den Menschen verloren, die einst ihr Rückgrat waren? Weiß die Partei noch, wofür sie eigentlich steht? Vor allem: Was müsste die Parteiführung tun, um wieder Arbeiter, Angestellte und ganz normale Berufstätige von sich zu überzeugen?

Deshalb fragt die MOPO ihre Leser: Welchen Rat würden Sie der SPD geben?

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Eine Auswahl der Zuschriften veröffentlichen wir am kommenden Freitag in der gedruckten MOPO.

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