Warum jetzt Metallkörbe in der Alster versenkt werden
Eine neue Studie zeigt Möglichkeiten, wie die Alster ökologisch aufgewertet werden kann. Geplant sind unter anderem schwimmende Röhricht-Inseln und Rückzugsmöglichkeiten für Fische.
Das Projekt „Lebendige Alster” ist in seine nächste Phase getreten: Angedacht sind Strukturmaßnahmen wie der Umbau fester Uferbebauungen, Pflanzungen und die Einbringung schwimmender Röhricht-Inseln sowie die Anbringung mit Naturmaterial gefüllter Körbe und Fischrückzugsmöglichkeiten unter den Steganlagen der Ruder- und Segelclubs an der Alster.

Lebensraum Alster steht „unter massivem Druck”
„Dass dieser Lebensraum unter massivem Druck steht, ist vielen nicht bewusst”, sagte der Hamburger BUND-Geschäftsführer Lukas Mörchen: „Die Studie macht dies sichtbar und zeigt zugleich: Eine naturnähere Außenalster ist keine Utopie, sondern mit gezielten Maßnahmen erreichbar.”
Für Hamburgs Nabu-Vorsitzenden Malte Siegert kommt es darauf an, „mit guten Akteuren gute Lösungen umzusetzen”. Viel Wert wird unter anderem auf die Zusammenarbeit mit den sieben Ruder- und elf Segelclubs gelegt, die an der Alster über insgesamt 17 Stege verfügen. An zwei Stegen wurden bereits Körbe angebracht. Auf eine solche Zusammenarbeit würde es auch ankommen, sollte sich die Idee einer öffentlichen Badestelle konkretisieren.
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Das von der Umweltbehörde und der Stiftung Lebensraum Elbe geförderte Projekt arbeitet seit 2011. Im Jahr 2012 wurden die ersten Maßnahmen an der Oberalster durchgeführt, 2018 waren die Fleete an der Reihe. Nun folgt als Abschluss die Außenalster. Dem bis 2028 geplanten Projekt stehen etwa 600.000 Euro zur Verfügung. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und der Naturschutzbund (Nabu) stellten am Freitag ihre Machbarkeitsstudie für die ökologische Aufwertung der Außenalster vor. (dpa/mp)
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