Warum heißt es eigentlich 1. Advent?
Sonntag ist es wieder so weit: Mit dem 1. Advent beginnt die besondere Vorbereitungszeit auf Weihnachten – und zugleich das neue Kirchenjahr. Die MOPO erklärt, was „Advent“ bedeutet, warum es vier Adventssonntage gibt und welche Rolle der Adventskranz dabei spielt.
Mit dem 1. Advent startet für viele Menschen die wohl stimmungsvollste Phase des Jahres: die vierwöchige Vorbereitung auf Weihnachten. Der Begriff „Advent“ stammt vom lateinischen adventus und bedeutet „Ankunft“. Gemeint ist die Ankunft Jesu Christi, auf die sich Christinnen und Christen in dieser Zeit besinnen und vorbereiten.
Warum es vier Adventssonntage gibt
Die Adventszeit umfasst vier Sonntage, ein festgelegter Zeitraum, der sich in der Kirchengeschichte herausgebildet hat. Sie beginnt immer am vierten Sonntag vor dem 25. Dezember und kann daher zwischen dem 27. November und dem 3. Dezember starten.
Die Zahl vier hat dabei eine tiefere Bedeutung: In der evangelischen Tradition stehen die vier Sonntage für den doppelten Charakter des Wartens – zum einen die Erinnerung an die Geburt Jesu, zum anderen die Erwartung seiner Wiederkehr am Ende der Zeiten. Jeder Adventssonntag trägt ein eigenes Thema und lenkt den Blick auf unterschiedliche Aspekte der christlichen Hoffnung.
Auch in der katholischen Kirche hat jeder Sonntag ein eigenes liturgisches Gepräge. Am ersten Adventssonntag etwa steht das Motiv von Hoffnung, Vertrauen und wachsender Erwartung im Mittelpunkt.
Die Symbolik des Adventskranzes
Ein zentrales Symbol dieser Wochen ist der Adventskranz mit seinen vier Kerzen. Die Idee dazu entstand im 19. Jahrhundert – unter anderem im Evangelischen „Rauhen Haus“ in Hamburg. Der runde Kranz steht für Ewigkeit oder wird auch als Gottessymbol interpretiert.
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Am ersten Advent wird die erste Kerze entzündet. Woche für Woche kommt eine weitere hinzu. Das wachsende Licht soll an das Licht erinnern, das nach christlichem Verständnis mit der Geburt Jesu in die Welt kommt. (vd)
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