Warum die größten Katzen der Stadt jetzt verschwinden
In Harvestehude verschwindet das beliebte Katzen-Wandbild aufgrund von Sanierungsarbeiten am „Katzenhaus”. Wird das neue Kunstwerk die Herzen der Bewohner genauso erobern wie das alte?
Seit 1982 prangen Hamburgs größte Katzen an der Hauswand in Harvestehude: Eine getigerte Samtpfote schlummert in einem geöffneten Fenster, ihre Artgenossin sitzt neben ihr und blickt den Betrachter aufmerksam an. Nun muss sich das beliebte Wandbild mit dem Namen „Fenster“ vorübergehend verabschieden: Das Wohnhaus in der Oberstraße/Ecke Grindelberg wird saniert.
Neues Kunstwerk für Katzenhaus in Planung
Das Baugerüst wurde am 10. März vor dem Katzen-Kunstwerk aufgebaut, wie das „Abendblatt“ berichtet. Die Bauarbeiten sind notwendig, um die alte Dämmung des Hauses zu entfernen und das Gebäude zu modernisieren. Das „Katzenhaus” ist nicht denkmalgeschützt und wurde zum Sanierungsfall erklärt. Um das Gebäude zu erhalten, werden zeitgemäße Wohnungen geplant, in die die Mieter nach Abschluss der Arbeiten zurückkehren können. Derzeit ziehen das Seifenkontor und die anderen Mietparteien nach und nach aus, und das Haus wird allmählich leerer.

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Nach Abschluss der Modernisierung soll ein neues Kunstwerk an der Fassade entstehen: Die SAGA hat dafür den ursprünglichen Künstler Hans-Gustel Agné beauftragt, sein Original von 1982 neu zu erschaffen und das Motiv mit den beiden Katzen um zeitgemäße Elemente des Hamburger Stadtbildes zu erweitern.
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Die Neugestaltung des Wandbildes am „Katzenhaus” erhält politischen Rückhalt aus dem Bezirk Eimsbüttel, da es als stadtteilprägendes Kunstwerk gilt, das weit über Eimsbüttel hinaus bekannt ist. Für viele Anwohner ist das Katzenmotiv zu einem Identifikationsmerkmal geworden, daher sei es wichtig, dass die Neugestaltung in enger Abstimmung mit dem Künstler erfolgt.
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