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Hamburger Hauseigentümer können sich künftig bei den Energiewerken zu Wärmepumpen beraten lassen (Symbolbild). Foto: picture alliance / ZB | Riegg Und Partner

Wärmepumpen: Energiewerke beraten alle Hamburger jetzt kostenlos

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Gas und Öl war gestern – die Wärmepumpe gilt als effizienter Energieerzeuger der Zukunft und als wichtiger Hebel auf Hamburgs Weg zur Klimaneutralität. Damit sich noch mehr Haushalte an die neue Technologie wagen, starten die Hamburger Energiewerke ein neues Beratungsangebot. Egal ob Einfamilienhaus, Doppelhaushälfte oder Reihenhaus – alle Grundeigentümer will der städtische Energieversorger jetzt kostenlos im Hinblick auf Einbau und finanzielle Förderung an die Hand nehmen.

Das neue Angebot stellte der Geschäftsführer der Energiewerke, Michael Prinz, am Freitag gemeinsam mit Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) vor. „Mit unserem Rundum-sorglos-Paket begleiten wir Hauseigentümer von der ersten Idee bis zur betriebsbereiten Anlage, inklusive transparenter und kostenloser Beratung“, sagte Prinz. Das Angebot richtet sich dabei nicht nur an Kunden der Energiewerke, sondern an alle Hamburger.

Energiewerke: Neue Beratung zu Wärmepumpen

Die Energiewerke wollen mit ihrem Angebot eine Lücke in der Wärmeversorgung schließen und auch Haushalte mit klimafreundlicher Wärme erreichen, die nicht ans Fernwärmenetz angeschlossen werden können. „Wir setzen auf Produkte deutscher Hersteller und regionale Handwerkspartner“, so Prinz weiter. Im Betrieb sei eine Wärmepumpe zudem oft günstiger als eine Gasheizung und zum Teil auch für Altbauten geeignet.


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Zum Start arbeiten die Energiewerke mit einer Handvoll Hamburger Betriebe zusammen und haben zwei bis drei Wärmepumpen im Portfolio. Bei der Auswahl der Hersteller sei besonders darauf geachtet worden, welche Modelle am leisesten sind – gerade in der dicht bebauten Großstadt ein wichtiger Faktor.

Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke picture alliance / ABBfoto
Michael Prinz
Michael Prinz, Geschäftsführer der Hamburger Energiewerke

Bei der Beantragung von Fördermitteln wollen die Energiewerke Hausbesitzer ebenfalls begleiten. Zahlen müssen die Kunden erst, wenn die Wärmepumpe läuft. Der städtische Energierzeuger rechnet zu Beginn mit zwei bis drei Mitarbeitern, die für das neue Service-Angebot zuständig sein sollen. Je nach Bedarf könne man das hochskalieren.

Fegebank: Wichtiger Schritt für Wärmewende

Die Energiewerke erhalten für ihre Vermittlungstätigkeit einen anteiligen Aufschlag und hoffen auf langfristige positive Effekte für die Wärmeinfrastruktur. Prinz betont allerdings, dass niemandem eine Wärmepumpe aufgedrängt werden soll. Wenn die Installation eines Geräts keinen Sinn ergibt, rate man auch davon ab. Interessierte Hamburger können sich auch online über eine Beratung informieren.

Umweltsenatorin Katharina Fegebank (Grüne) nannte das Angebot einen wichtigen Schritt „zum Erfolg von Hamburgs Wärmewende“. Besonders wichtig sei ihr der Schulterschluss mit den lokalen Unternehmen. Das Angebot funktioniere Hand in Hand mit den Hamburger Handwerksbetrieben.

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Derzeit sind in Hamburg rund 7800 Wärmepumpen bei den Hamburger Energienetzen gemeldet. Im aktuellen Hamburger Klimaplan – der noch von einer Klimaneutralität 2045 ausgeht – steht, dass jährlich 6500 Wärmepumpen in Wohn- und Nichtwohngebäuden installiert werden müssten, um das Ziel zu erreichen. Da Hamburg mit dem Zukunftsentscheid jetzt schon 2040 klimaneutral werden soll, muss sich bezüglich der Wärmewende also auch noch einiges tun.

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