Von Schildern umzingelt: Hilfe, unsere Häuser sind seit Wochen abgesperrt!
„Da kommst du spät abends aus dem Urlaub und die Zufahrt zu deinem Grundstück ist komplett abgesperrt“: So erging es Klaus-Peter Hesse (57), der am Hainholzweg in den Harburger Bergen wohnt. Die Straße komplett gesperrt, überall Schilder und Baken. Anwohner sind stinksauer. Was hat es mit der Maßnahme auf sich? Das sagt die Behörde.
Seit mittlerweile vier Wochen wird der Hainholzweg in Eißendorf auf einer Länge von etwa einem Kilometer (bis zur Straße In der alten Forst) komplett erneuert. Überall sperren breite Baken die Einfahrten zu den Grundstücken in der Einfamilienhaus-Siedlung in den Harburger Bergen ab.
„Wir müssen unsere Autos weit weg parken und den Einkauf dann hochtragen“, schildert Hesse die Lage. Laut dem CDU-Politiker hätten auch Paketdienste zeitweise nicht liefern können, der Müll sei zwei Wochen lang nicht geleert worden.
Hainholzweg: Anwohner genervt von Bauarbeiten
Mittlerweile haben viele Nachbarn genug von den Sperrungen und haben die Baken vor ihren Grundstücken einfach geöffnet und fahren wieder durch die Straße zu ihren Häusern. Das Problem dabei: „Du weißt einfach nie, ob du am nächsten Morgen wirklich noch wieder aus der Einfahrt kommst“, so Hesse. Denn tatsächlich dürfen die Autos von Anwohnern zeitweise die Straße passieren – wenn nicht gearbeitet wird. „Es war zeitweise chaotisch und Autos sind über die Bürgersteige gefahren.“
Die Sanierung der Straße begrüßen die Anwohner als „dringend nötig“. Kritisiert wird aber, dass der Bezirk überhaupt nicht vernünftig informiert habe. Es sei einfach nie klar, wo auf der Strecke gerade gearbeitet werde.
Das Bezirksamt Harburg weist die Vorwürfe zurück. „Eine Zufahrt innerhalb der einzelnen Baufelder war maximal zwei Tage am Stück nicht möglich“, sagt Bezirksamtssprecherin Alina Hebsacker. Zudem liege die Baumaßnahme völlig im Zeitplan, so wird der ganze Straßenabschnitt nach sechs Wochen etwa fertig saniert sein.
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Doch warum verzichtete der Bezirk darauf, die Anwohner direkt zu informieren? Und informierte nur über die Medien vor Ort? „Die Maßnahme wurde auch über Hinweisschilder angekündigt“, so Hebsacker. Anlieger-Informationen seien in diesem Fall nicht sinnvoll. „Die Baustelle ist alle zwei Tage weitergerückt, so dass ungefähr alle zwei Tage eine neue Anliegerinfo hätte verteilt werden müssen.“
Die Anlieger hätten sich aber immer bei den Mitarbeitenden vor Ort erkundigen können. Hesse: „Ja, das haben wir gemacht.“ Da hieß es laut Hesse auf Nachfrage bei Arbeitern vor Ort: „Keine Ahnung! Rufen Sie bei der Stadt an oder fragen sie einen gut Angezogenen.“