Feuer im Maschinenraum! Persischer Golf: Hapag-Lloyd-Frachter getroffen
Ein Frachter der Hamburger Reederei Hapag-Lloyd ist kurz vor der Straße von Hormus von Projektilteilen getroffen worden – und fing Feuer.
Gegen 4 Uhr deutscher Zeit am Donnerstag brach laut einem Sprecher des Hamburger Unternehmens auf der „Source Blessing“ ein Feuer aus, das sich bis in den Maschinenraum ausbreitete. Der Frachter war von Splitterteilen getroffen worden und nicht direkt Ziel der Attacke. Das Feuer konnte demnach schnell gelöscht werden, die Crew blieb unverletzt.
Die Seehandelsaufsicht der britischen Marine teilte mit, ein Schiff nördlich von Dubai sei von einem Projektil getroffen worden.
Hapag-Lloyd-Schiff getroffen: Wie groß sind die Schäden?
Aktuell wird geklärt, wie groß die entstandenen Schäden an dem Schiff sind, das aktuell an die Reederei Maersk verchartert ist. Ob der Frachter nach dem Brand noch fahrbereit ist, ist unklar. Die „Source Blessing“ hängt wie diverse weitere Schiffe seit dem 2. März vor der Straße von Hormus fest. Seit der Eskalation im Nahen Osten ist der Verkehr in der Meerenge nahezu zum Erliegen gekommen.
Das Containerschiff „Source Blessing“ ist nach Daten des Trackingdienstes VesselFinder 2003 gebaut worden. Es ist mehr als 240 Meter lang und fährt unter der Flagge Liberias.
Straße von Hormus seit Iran-Krieg quasi dicht
Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten weltweit. Rund ein Fünftel der globalen Öltransporte passiert normalerweise täglich die etwa 55 Kilometer breite Meerenge. Wegen der Blockade schossen die Ölpreise in den vergangenen Tagen in die Höhe.
Das könnte Sie auch interessieren: Ölmarkt im Schock: Reserven sollen Preise bremsen
Mehrere Schiffe, die noch in der Straße von Hormus liegen, sind in den vergangenen Tagen unter Beschuss geraten. Der Sender CNN berichtete, der Iran habe in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der Meeresenge platziert. US-Präsident Donald Trump sagte zunächst, ihm lägen keine entsprechenden Informationen vor. Kurz darauf verkündete er, die US-Streitkräfte hätten mehrere sogenannte Minenleger versenkt. (mp/dpa)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.