Von Mars bis Milchstraße – Hamburg bietet im Juli galaktische Erlebnisse
Nicht nur im, sondern auch um das Planetarium herum dreht sich alles um das Weltall. Auch an anderen Orten in Hamburg ist der Kosmos derzeit zum Greifen nah. Hier sind unsere Tipps für alle, die sich auf den Weg zu Sternen und Planeten machen möchten.
Kosmos immersiv
Mal schnell ins Weltall fliegen, an der Sonne vorbei, über die Canyons des Mars bis zum eisigen Planeten Saturn – und dabei bequem auf einem Kissen liegen, während die Planeten vorüberziehen? Das ist täglich von 14 bis 19 Uhr (letzter Einlass um 18 Uhr) in der neuen Nachmittagsshow „Kosmos – die immersive Reise ins All“ im Port des Lumières in der HafenCity möglich. Nebenbei erfährt man in einer knappen Stunde einiges zur Geschichte der Raumfahrt und die passende Musik gibt es auch dazu.
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Auf dem Planetenweg
Acht Planeten umkreisen die Sonne – und sie könnten unterschiedlicher nicht sein. Auf dem sechs Kilometer langen Planetenlehrpfad, der parallel zur Elbe durch das Naturschutzgebiet Wedeler Au verläuft, lässt sich vom Start bei der Sonne (Ecke Schulauer Straße/Deichstraße in Wedel) bis zur Hetlinger Schanze vieles über ihre Eigenschaften erfahren. Vom superheißen Merkur führt der Weg bis zum eisigen und stürmischen Gasplaneten Neptun mit dem Mond Triton und seinen Eisvulkanen. Wer noch mehr wissen möchte, als auf den Schildern zu lesen ist, kann am Samstag, dem 12. Juli, um 10 Uhr mit Dr. Stephan Bakan auf Wandertour gehen. Am Sonntag, den 13. Juli, startet der Physiker und Hobbyastronom mit den Besuchern um 14 Uhr mit dem Fahrrad zur Planetentour.
Sternstunden im Park
Die 1912 eröffnete Sternwarte in Bergedorf zählt zu den bedeutendsten astronomischen Anlagen in Europa. Die Gebäude auf dem parkähnlichen Gelände beherbergen Teleskope unterschiedlicher Größe und eine Bibliothek mit 70.000 Büchern, die zum Teil aus dem 17. Jahrhundert stammen. Am 18. und 19. Juli lädt die Sternwarte zum Sternstunden-Festival ein. 30 Konzerte von Klassik bis Elektropop und Astronomie-Programm auch für Kinder begeistern seit 2023 die Besucher. Die Tickets sind ab zehn Euro erhältlich, für die Verpflegung vor Ort sorgen Foodtrucks.
Kosmische Kunst
„From the Cosmos to the Commons“ (Vom Kosmos zum Allgemeingut) heißt ein Kunstprojekt der Stadtkuratorin Joanna Warsza. Im Stadtpark sind Kunstwerke zum Thema Himmel und Erde entstanden, darunter eine Art Pavillon und eine Skulptur der altägyptischen Himmelsgöttin Nut. Im Kesselhaus des Planetariums wird die in den 1990er Jahren zufällig wiederentdeckte Bildersammlung des Hamburger Kunsthistorikers Aby Warburg ausgestellt.
Gaia in der Kirche
Schnell in die Katharinenkirche (HafenCity), bevor Gaia wieder verschwindet! Bis zum 17. Juli dreht sich die Erdkugel, eine originalgetreue Nachbildung unseres Planeten, im Kirchenschiff. Einen solchen Blick auf den blauen Planeten haben sonst nur Astronauten im All. Geschaffen wurde die sieben Meter große Installation vom britischen Künstler Luke Jerram. Zum Thema Erde, Klima und Weltraum gibt es Musik, Lesungen und Diskussionen unter dem Titel „Gaia“, griechisch für „Mutter Erde“.