Vom Kreuzfahrtschiff ins Wohnzimmer: Möbel der „Aida Luna“ unterm Hammer
Sie sind schon weit gereist. Jetzt machen sie an Land fest: 150 Möbelstücke der „Aida Luna“ kommen bei einer Auktion in Hamburg unter den Hammer. Das Geld ist für einen guten Zweck.
Strandkörbe, Barhocker oder chillige Loungesessel – die Liste der Möbelstücke, welche die Reederei AIDA Cruises aussortiert und von dem Kreuzfahrtschiff „Aida Luna“ gebracht hat, ist lang. Insgesamt 4700 Teile hat das Unternehmen an die Hillfsorganisation „Der Hafen hilft“ gespendet, die seit 2009 Menschen in Not unterstützt.
Auktion in Hamburg: Möbelstücke von der „Aida Luna“ werden versteigert
Aus diesem großen Sortiment, das beim letzten Werftaufenthalt in Marseille ausgemustert und von Bord des Schiffes genommen worden war, kommen nun 150 ausgewählte Stücke bei einer Online-Versteigerung unter den Hammer. Besonders bei Kreuzfahrt-Fans dürfte das auf großes Interesse stoßen. Wie der Verein mitteilte, gab es in der Vergangenheit schon zahlreiche Anfragen, ob das Schiffsmobiliar käuflich zu erwerben sei.

Nun ist es soweit: Bis 14. Februar können Interessierte bei der Auktion online mitbieten. Die jeweils Höchstbietenden erhalten den Zuschlag. Bedingung ist dabei: Sie sind zur Bezahlung sowie zur Abholung der Möbel am 28. Februar in der Schnackenburgallee 11 verpflichtet. Und: Für eventuelle Gebrauchsspuren gibt es keine Gewähr. Der Umtausch ist ausgeschlossen.
Begehrtester Gegenstand sind aktuell die blau-weiß gestreiften Strandkörbe. Das Mindestgebot von 335 Euro hat sich schon verdoppelt und dürfte schon bald noch weiter in die Höhe schießen. Doch auch für die berühmten „Kussmundsessel“ oder Lounge-Sessel in gewagten Farbkombinationen wie orange-lila wurden schon Gebote abgegeben.
Versteigerung von „Aida Luna“-Möbeln: Erlös ist für einen guten Zweck
Der Erlös aus der Auktion kommt dem Verein zugute, erklärt die Hilfsorganisation. „Wir sind ja rein spendenfinanziert und brauchen das Geld für unsere Fahrzeuge, die Versicherungen, Arbeitsmittel, Paletten und alles, was für den Transport anfällt”, so die Vereinsvorsitzende Anja van Eijsden zur MOPO.

Die WochenMOPO – ab Freitag neu und überall, wo es Zeitungen gibt!
Diese Woche u.a. mit diesen Themen:
- Tod im Morgengrauen: Lkw überrollt Radfahrer († 63)
- Was alles teurer wird: Das kostet uns der Iran-Krieg
- Kind stirbt nach OP: Prozess gegen drei Hamburger Ärzte
- Große Rätselbeilage: Knobelspaß für jeden Tag
- 16 Seiten Sport: Experte warnt den HSV & St. Pauli plant zweigleisig
- 28 Seiten Plan 7: „Die kleine Meerjungfrau“ am Thalia, das Familienmusical „Anouk“ & Open-Air-Konzerte
Sie war es, die den Verein „Der Hafen hilft“ 2009 gründete. Zuvor war Anja van Eijsden selbst im Hafen tätig und konnte nicht mit ansehen, wie noch gut erhaltenes Schiffsmobiliar in der Verschrottung landete. Seitdem nimmt die Organisation die Sachgegenstände als Spenden entgegen und vermittelt sie an gemeinnützige Einrichtungen oder bedürftige Einzelpersonen wie Menschen, die aus der Obdachlosigkeit kommen, Frauen in Frauenhäusern, Haftentlassene.
Das könnte Sie auch interessieren: Traditionsbar in Not: Inhaberin startet Spendenaufruf
Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine begann der Verein mit der Bereitstellung humanitärer Hilfe für die Zivilbevölkerung. Auch die Menschen im Ahrtal bekamen nach der Flut Möbel aus dem Hamburger Hafen. Auch Waisenhäuser und Seniorenheime in Südeuropa wurden von „Der Hafen hilft“ schon unterstützt. 80 Prozent der Gegenstände bleiben jedoch im norddeutschen Raum. Für ihr Engagement erhielt Anja van Eijsden das Bundesverdienstkreuz.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.