Viel Neues in der Stadt: So schön war Hamburg noch nie
Ja, es stimmt, Hamburg hat viele Baustellen. Einige scheinen nie enden zu wollen. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Attraktionen wie das Westfield-Center sind endlich fertig, nach fünf Jahren Umbau wird das Alsterufer an der Hohenfelder Bucht ab Juni so schön wie nie. Über der A7 kann man nun in zwei Deckelparks spazieren gehen, es gibt neue Radwege sind, die Stadt bekommt weitere grüne Oasen, Restaurants eröffnen trotz Krise – und bei sonnigem Wetter lässt sich das alles noch viel besser genießen! Hier sind unsere Entdecker-Tipps für ein grandioses Wochenende.
Ab ins Grüne
Keine Lust auf weit entfernte Ausflugsziele? Dann ab in den Wohlers Park in Altona-Altstadt. Früher war die heutige Parkanlage ein Friedhof, jetzt treffen sich zwischen den Straßen Norderreihe und Wohlers Allee Hobbymusiker und Jongleure, Picknick-Freunde und Sonnenanbeter. Schön grün ist es auch auf der Billerhuder Insel, eine Gartenkolonie mit 581 Parzellen. Erreichbar ist die Insel über den Ausschläger Billdeich oder per Kanu oder Boot.
Das Wasser wartet!
Was könnte schöner sein, als Hamburg vom Wasser aus zu entdecken? Mit einem Tret- oder Ruderboot vom Bootsverleih Dornheim zum Beispiel. Oder mit dem SUP. Wer kein eigenes hat, leiht sich eins bei den Alstersurfern (Armgartstraße 7/Hohenfelde) Einkehren kann man gleich nebenan im Restaurant „Spanische Treppe“ oder gegenüber am Anleger 1870. Ein besonderes Erlebnis ist auch eine Tour mit dem einzigartigen Amphibienfahrzeug Riverbus, der erst durch die Speicherstadt fährt und dann ab Entenwerder die Tour auf dem Wasser durch die Billwerder Bucht fortsetzt.
Freizeitspaß am Baakenhafen
Jahrelang staubige Baustelle, jetzt ein neues Stadtviertel, das sich sehen lassen kann. Autos gibt es kaum, dafür aber schöne, breite Radwege. Und den Baakenpark mit Riesenbänken, Schaukeln und dem Aussichtspunkt Himmelsberg. Nur ein paar Schritte weiter tobt das Shopping-Leben im Westfield-Center, das mit rund 170 Geschäften und Hamburgs größtem Kino „Kinopolis“ in jeder Hinsicht für Rekorde gut ist.
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Neu in Wandsbek
Neuigkeiten gibt es aus Wandsbek. Eine Tour auf dem Rad- und Wanderweg entlang der Wandse lohnt sich jetzt im Frühsommer ganz besonders. Aktuell wird der Eichtalpark zum Klimapark umgebaut. Die Wandse wird renaturiert, eine Auenlandschaft angelegt und ein Klimapfad geschaffen. Eine neue Brücke erschließt bisher unbekannte Parkareale. Die Arbeiten sind schon zum Teil abgeschlossen, an einigen Stellen wird aber noch bis August gearbeitet. Nach einer Park-Tour lohnt die Einkehr im kürzlich eröffneten „Café Freda“ an der Wandsbeker Chaussee 3.
Harburger Wände
Seit 2017 verwandeln Street-Art-Künstler die Wände in Hamburg und vor allem in Harburg unter dem Motto „Walls can dance“ in spektakuläre Kunstwerke. Immer neue Murals kommen dazu. Jeden ersten Sonntag im Monat geht es noch bis Oktober mit dem „Urban Art Institut“ auf Entdeckungstour durch Harburg – die Teilnahme an den Spaziergängen ist kostenlos, Treffpunkt jeweils 15 Uhr an der S-Bahnstation Harburg.
Bullerbü und wilde Tiere
Interaktiv und ganz schön spannend: in der „Botschaft der Wildtiere“ lernen Kinder (und Erwachsene) einiges über das Leben der Tiere in der Stadt. Die ständige Vertretung der Tiere ist untergebracht im „Roots“, dem höchsten Holzhaus Deutschlands in der Lucy-Borchardt-Straße 2 (HafenCity). Öffnungszeiten: dienstags von 13 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 21 Uhr und donnerstags bis sonntags von 10 bis 18 Uhr.
Am Strandkai 7 in der HafenCity hat gerade das „Urbaneo“ eröffnet, ein Architektur-Mitmachzentrum für Kinder und Jugendliche. Geöffnet ist Montag bis Freitag von 14 bis 1 Uhr, am Wochenende von 10 bis 18 Uhr.
Kaninchen, Ziegen, Schafe, Meerschweinchen, Fische, Frösche und Vögel – auf dem neuen „Hof Bullerbü“ im Fritz-Flinte-Ring 41a in Steilshoop fühlen sich Tiere genauso wohl wie ihre Besucher. Mit den roten Holzhäusern sieht es hier aus wie im schwedischen Bullerbü und auf dem Gelände gibt es auch einen Hofladen mit Café. Geöffnet ist Dienstag bis Sonntag von 10 bis 19 Uhr, der Eintritt ist frei.
Biergarten am Wasser
Mit dem Boot zum Bier? Das lässt sich in Wilhelmsburg bestens kombinieren, schließlich liegt der Biergarten „Zum Anleger“ direkt am Ernst-August-Kanal. Boote kann man entweder hier oder an der „Willi Villa“ im Inselpark mieten. Aber auch wer über Land zum Vogelhüttendeich 123 kommt, findet im großen Garten unter den alten Bäumen täglich ab 11.30 Uhr und sonntags ab 10 Uhr immer einen schönen Platz. Ganz neu wiedereröffnet hat in Wilhelmsburg noch eine zweite sehenswerte Gastro-Location: Das 1911 erbaute Wasserwerk mit Maschinenhalle und großer Sonnenterrasse war zwei Jahre lang geschlossen und ist jetzt nicht nur ein Café für Parkbesucher, sondern auch Kaffeerösterei und Veranstaltungsort für Flohmärkte, Food Markets oder Grillabende.
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Fähre nach Blankenese
Endlich! Blankenese ist ab sofort wieder per Fähre zu erreichen. Die Linien 62 und 66 fahren ab Landungsbrücken nach Finkenwerder, hier steigen Fahrgäste um und reisen mit der Linie 65 weiter. Zwar gibt es die Verbindung immer nur am Wochenende, aber ein Anfang ist gemacht. Vielleicht eine gute Gelegenheit, sich im Treppenviertel zu verlaufen oder das frisch restaurierte „Strandhotel Blankenese“ am Strandweg zu besuchen, das mit dem „Stilwerk“ eine Design-Kooperation eingegangen ist.
Unten Autos, oben Park
Die jahrelangen Bauarbeiten haben sich gelohnt. Schnelsen und Stellingen haben neue und außergewöhnliche Grünanlagen bekommen. Früher trennte die A7 die Stadtteile. Heute schaffen die Deckelparks mit Kleingartenparzellen und Spazierwegen eine grüne Verbindung über der Autobahn. Bis 2034 wird am Deckel Altona gearbeitet, der dann als dritter und letzter Park die Lücke zwischen Bahrenfeld und Othmarschen schließen und einen Weg im Grünen vom Volkspark bis an die Elbe möglich machen soll.
Leuchtender Hafen
Tausendmal gesehen, und doch immer wieder einzigartig. Zum Sonnenuntergang gibt es viele schöne Plätze mit Hafenblick. Einer davon liegt in der HafenCity. Die untergehende Sonne taucht Elbe, Schiffe, Hafen und die Stufen am Strandkai in ein orangefarbenes Licht. Mehr Hamburg geht nicht.
Spielen in der City
Kaum vorstellbar, aber wahr: Mitten in der Innenstadt gab es bis vor wenigen Wochen keinen einzigen Spielplatz. Mit der Kukukbox ändert sich das jetzt. Das mobile und nachhaltige Holz-Spielsystem macht den Jüngsten Spaß und sorgt damit für einen entspannten und bewegungsreichen Einkaufsbummel auf der Mönckebergstraße für die ganze Familie.
Quartier mit Musik
Zwei Buchstaben, sechs Musiker: das Komponistenquartier KQ in der Neustadt ehrt sechs Komponisten und mit Fanny Mendelssohn eine Komponistin, die in Hamburg gelegt und gearbeitet haben. Jedem Musiker, darunter Johannes Brahms und Gustav Mahler, ist ein Museum historisch rekonstruierten Hamburger Bürger- und Kaufmannshäusern in der Peterstraße gewidmet. Das KQ feiert in diesem Jahr zehnjährigen Geburtstag und hat aus diesem Anlass die neuen Familienmedienspur entwickelt. Damit können Familien auf Entdeckungsreise durch die angeschlossenen Museen gehen und eigene Erfahrungen beim Komponieren sammeln.
Entspannter Weitblick
Wer Hammerbrook als coole Location bislang nicht auf dem Zettel hatte, kennt die „Villa Viva“ nicht. Das Hotel von „Viva con Aqua“-Gründer Benny Adrion ist nicht nur ein besonderer Ort zum Übernachten, hier können Gäste neuerdings auch die mittags die levantinische Küche probieren und nachmittags ab 17 Uhr den Ausblick mit kühlen Getränken wie zum Beispiel einem Pynk Picnic (Pisco, Minze, Sour Grapefruit, Ingwer-Zitronenöl) in der Roof Drop Bar genießen. Hamburg, von oben siehst du auch nicht schlecht aus!
Alte Villa, neuer Glanz
Noch ist die Villa Kaltehofe unter Planen verschwunden, im Juni sollen die Renovierungsarbeiten abgeschlossen und das Café soll auch bald wieder geöffnet sein. Dann lohnt sich ein Besuch der Wasserkunst auf der Elbinsel Kaltehofe mit den Schieberhäuschen und dem Vogelschutzgebiet ganz besonders. Am besten zu erreichen ist Kaltehofe mit dem Fahrrad. Der Weg führt von der City durch den Entenwerder Park und weiter in Richtung Vier- und Marschlande. Geöffnet ist immer von Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen von 10 bis 18 Uhr, der Eintritt auf das Gelände ist frei.