Verweilen, essen, stöbern: Dieser Ort in Hamburg überrascht auf den zweiten Blick

Oberhafengarten
Grün statt Grau: der Oberhafengarten liegt versteckt hinter alten Lokschuppen.

Von außen nichts Besonderes überrascht das Oberhafenquartier auf den zweiten Blick. Hinter den alten Lokschuppen und Lagerhallen gegenüber der Großmarkthalle verstecken sich Gärten, Ateliers, Restaurants und sogar eine Schatzhöhle. Im Mittelalter wurden hier Elbkähne entladen, später wandelte sich der Oberhafen zum Güterbahnhof. Heute ist das Areal ein lebendiges Viertel für Kreative, das sich seit 2015 immer weiter entwickelt.

Hobenköök
Schon seit einigen Jahren erfolgreich im Oberhafen: die Hobenköök.

Blumen statt Beton

Früher eine triste Betonbrache, heute ein Garten mit Liegewiesen, Obstbäumen, Sitzbänken und Blick aufs Wasser. Wer den Oberhafengarten hinter der Halle 4 erst mal gefunden hat, möchte gar nicht mehr weg. Übrigens: Mitgestalter treffen sich immer freitags ab 14 Uhr, um neue Projekte und Ideen für den Garten zu entwickeln. Jeder ist eingeladen, vorbeizukommen.

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Parkour
Hindernisse überwinden: In der Parkour-Halle gibt es Kurse für Kinder und für Erwachsene, die diese Sportart erlernen oder sich verbessern wollen.

Halle für Kletterkünstler

Laufen, klettern und springen – alle, die ihre Parkour-Fähigkeiten verbessern oder überhaupt erst mal entdecken und ausprobieren wollen, sind im Parkour Creation Center an der richtigen Adresse. Die große Indoor-Halle mit zahlreichen Hindernissen, Stangengerüst, Fitnessbereich und Kursraum bietet optimale Trainingsvoraussetzungen und ist bundesweit einzigartig. Trainer bieten Kurse an, in den Ferien gibt es ein Kinderprogramm.

Die Halle, Stockmeyerstraße 43, Mo bis Sa 18.15 bis 22 Uhr, So 13.30 bis 16.30 Uhr

Oberhafenkantine
Hamburg-Klassiker: die Oberhafenkantine.

Essen und einkaufen

Das Konzept der Hobenköök ist so einfach wie überzeugend: Köche und Köchinnen können sich ihre Zutaten für das Restaurant gleich in der angeschlossenen Markthalle besorgen. Der große Supermarkt mit regionalen Spezialitäten ist für jedermann zum Einkaufen geöffnet. Besonders lohnt sich ein Besuch am Samstag, wenn Markttag ist. Schräg gegenüber gibt es noch ein zweites Restaurant: die legendäre Oberhafenkantine, eine ehemalige Kaffeeklappe.

Hobenköök, Stockmeyerstr. 43, Mo ab 17.30, Di-Sa 9 bis 23 Uhr

Oberhafenkantine, Stockmeyerstr. 39, Mi bis Sa 12 bis 21.30 Uhr, So 12 bis 17.30 Uhr

Hobenköök
In der Hobenköök schmeckt die regionale Küche zu jeder Tageszeit.

Konzert zum Feierabend

Da ist Musik drin: Der Hamburger Kammerkunstverein mit einem hochkarätigen Ensemble aus über 30 Musikern und Schauspielern tritt an ungewöhnlichen Orten auf und ist einmal im Monat mit einem einstündigen Feierabendkonzert in der Halle 424 zu Gast.

Hanseatische Materialverwaltung
Stundenlanges Stöbern erlaubt und erwünscht: die Hanseatische Materialverwaltung verleiht Requisiten aus TV und Theaterproduktionen

Schätze im Schuppen

Schatzsucher sind hier im siebten Himmel. Die Hanseatische Materialverwaltung am Ende der Stockmeyerstraße, ein gemeinnütziger Fundus, hat ihre Heimat seit über zehn Jahren in der Halle 3 am Oberhafen. In märchenhafter Umgebung werden alle fündig, die Requisiten aus TV und Theaterproduktionen ausleihen oder kaufen möchten. Tiger, Blumengirlanden und Palmen für eine Dschungelparty? Eine Kombüse für ein maritimes Fest? Ein Kassenhäuschen aus den 50er Jahren für eine Kinderparty? Die passenden Kostüme dazu gibt es auch. Einfach traumhaft, auch wenn man nur gucken und stöbern möchte.

Hanseatische Materialverwaltung, Mo 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr, Mi 14 bis 18 Uhr, Do 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr

Wohnen und arbeiten

Und es gibt noch mehr zu entdecken: Wohnberatung und Einrichtungstipps, dazu originelle Vintage-Möbel gibt es bei „Johanna Schultz Wohnen“. Firmen für Video- und Filmproduktionen findet man genauso wie Werkstätten für Messebau oder Design – und immer wieder kommt Neues dazu.

Johanna Schultz, Stockmeyerstr. 43, online und nach Absprache

Von außen nichts Besonderes überrascht das Oberhafenquartier auf den zweiten Blick. Hinter den alten Lokschuppen und Lagerhallen gegenüber der Großmarkthalle verstecken sich Gärten, Ateliers, Restaurants und sogar eine Schatzhöhle. Im Mittelalter wurden hier Elbkähne entladen, später wandelte sich der Oberhafen zum Güterbahnhof. Heute ist das Areal ein lebendiges Viertel für Kreative, das sich seit 2015 immer weiter entwickelt.