Verkehrsraum neu verteilt: Wer künftig wie viel Platz unter der Sternbrücke hat

Sternbrücke
So wurde der Verkehr unter der Sternbrücke vor den Bauarbeiten geregelt – jetzt soll sich einiges ändern (Archivbild).

Während oben Bauarbeiter an der neuen Sternbrücke tüfteln, verändert sich auch darunter der Verkehrsraum für Autofahrer, Busse, Radfahrer und Fußgänger. Im Altonaer Mobilitätsausschuss wurden am Montagabend die Pläne für die Kreuzung an der Stresemannstraße/Max-Brauer-Allee vorgestellt.

Alle ein bis zwei Minuten fährt laut Verkehrsbehörde ein Bus unter der Sternbrücke durch. Zwischen Radfahrern und Fußgängern gibt es häufiger Konflikte, weil sie sich Wege teilen müssen. Damit alle mehr Platz haben, soll es ab dem Spätsommer zunächst eine provisorische Neuordnung des Verkehrs an der Kreuzung unter der Brücke geben, die mithilfe von Verkehrsmodellen und unter Bürgerbeteiligung entstanden ist.

Sternbrücke: Verkehrsraum wird neu aufgeteilt

Geplant ist Folgendes: Für die Busse wird eine separate Busspur jeweils bis zum Kreuzungsbereich mit einer Länge von 800 Metern eingerichtet. An den Ampeln erhalten Busse Vorfahrt. Die Haltestellen werden verlegt und separate Wartebereiche eingerichtet.

Verkehrs-Kolumne
Radfahrer und Fußgänger teilen sich an der Sternbrücke den Weg: Gerade im Bereich der Bushaltestellen wird es oft eng.

Für Autofahrer stehen bis Anfang 2028 zwei Fahrstreifen zur Verfügung. Zwischen Oelkersallee und Mistralstraße gibt es künftig jeweils einen Fahrstreifen stadtauswärts und einen stadteinwärts. Das Rechtsabbiegen aus der Stresemannstraße in die Max-Brauer-Allee wird nicht mehr möglich sein (stadtauswärts und stadteinwärts). So erhofft sich die Behörde einen besseren Verkehrsfluss. Zudem werden zwei Parkplätze in Taxenstände umgewandelt.

Radfahrer und Fußgänger werden besser geschützt

Für Radfahrer wird ein etwa 440 Meter langer Radweg eingerichtet, davon werden 340 Meter mit physischen Barrieren zum Autoverkehr ausgestattet. Fußgänger erhalten eigene Wege, die durch Markierungen barrierefrei gestaltet werden.

Das Provisorium soll unter Beteiligung der Öffentlichkeit genau auf seine Praktikabilität untersucht werden. Zu diesem Zweck will die Behörde Info- und Dialogmöglichkeiten vor Ort anbieten sowie eine Online-Umfrage.

Das könnte Sie auch interessieren: Einsturzgefahr! Historische Häuser in Einkaufsstraße werden abgerissen

Bis Ende 2027 soll der Endzustand der Kreuzung geplant werden. Ab Frühjahr 2028 wird die Kreuzung dann endgültig umgebaut. Ein Umbau ist erst nach dem Abbau der temporären Kabeltrassen möglich.