Verdi stellt Ultimatum: Streik im HVV zum Hafengeburtstag?
Auch die achte Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt zwischen den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) und der Gewerkschaft Verdi blieb am Montag ergebnislos. Eine Einigung ist nicht in Sicht.
Zusammenfassung:
- Auch die aktuelle Verhandlungsrunde endete ergebnislos.
- Verdi setzt der VHH nun ein Ultimatum bis 3. Mai.
- Im Konflikt geht es insbesondere um längere Arbeitszeiten.
Die Gewerkschaft reagiert verärgert und stellt der Arbeitgeberseite nun ein Ultimatum: Bis zum 3. Mai, 12 Uhr, müsse ein „einigungsfähiges Angebot“ vorgelegt werden. Andernfalls seien neue Streiks möglich – auch rund um den Hafengeburtstag. Im Zentrum des Konflikts: längere Arbeitszeiten im Fahrdienst, Forderungen nach spürbarer Entlastung und einer höheren Jahressonderzahlung.
Das bisherige Angebot der VHH sieht zwar eine schrittweise Reduzierung der Wochenarbeitszeit vor, bleibt aber aus Sicht der Beschäftigten deutlich hinter den Erwartungen zurück. Irene Hatzidimou, Verhandlungsführerin von Verdi Hamburg, kritisiert: „Der Arbeitgeber besteht weiterhin darauf, die Schichten der Kolleg:innen im Fahrdienst auf bis zu zehn Stunden zu verlängern.” Eine Entlastung sei so nicht erkennbar, die Arbeitsbelastung würde weiter steigen, so Verdi.
Verdi bereitet die nächsten Schritte vor
„Wir sind jetzt schon am Limit“, sagt ein Busfahrer aus der Tarifkommission. Es sei enttäuschend, dass der Arbeitgeber weiterhin an „Verschlechterungen” festhalte. Auch die Gewerkschaft warnt vor einer weiteren Arbeitsverdichtung statt Entlastung.
Das könnte Sie auch interessieren: Zoff um Nazi-Denkmal im Hamburger Nordosten
Verdi kündigte an, gemeinsam mit den Beschäftigten die nächsten Schritte vorzubereiten. Das Ziel: ein Tarifabschluss, der die Arbeitsbedingungen spürbar verbessert. (mp)
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.