Die Glücklichen Eltern mit Baby Evelynn

Nach der Geburt im Auto: Mirko S. (39) und Linda T. (33) mit Baby Evelynn im Krankenhaus in Altona. Foto: Asklepios 

Bei -11 Grad: Dieses Baby kam im Auto zur Welt!

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Die kleine Evelynn war schneller als die Feuerwehr: Am frühen Sonntagabend ist das Mädchen im Auto ihrer Eltern zur Welt gekommen. Der Vater musste als Geburtshelfer einspringen.

Es war ein ruhiger Sonntag daheim in Haseldorf (Kreis Pinneberg). Nichts deutete darauf hin, dass es schon losgehen könnte – auch wenn Mama Linda T. schon in der 40. Schwangerschaftswoche war.

Baby hatte es eilig – und kam im Auto auf dem Weg ins Krankenhaus zur Welt

Dann ging plötzlich alles ganz schnell: Um kurz nach 17 Uhr bekam Linda T. plötzlich starke Schmerzen. „Es tut weh, wir müssen los”, rief die 33-Jährige, die schon zwei Kinder (12 und 5) hat.

Ihr Mann Mirko S., der erst kürzlich die berühmte Fischbude „Röökerkist“ im Haseldorfer Hafen übernommen hatte, half seiner Frau in die Familienkutsche, sprang ans Steuer und rief vorsichtshalber noch im Kreißsaal der Asklepios-Klinik Altona an, um die Station darauf vorzubereiten, dass man auf dem Weg sei.

Überglücklich: Mirko S. (39) und Linda T. (33) mit Baby Evelynn. Asklepios 
Mirko S. (39) und Linda T. (33) mit Baby Evelynn.
Überglücklich: Mirko S. (39) und Linda T. (33) mit Baby Evelynn.

Doch so weit kam das Paar gar nicht. In Rissen musste Mirko S. das Auto stoppen. Denn nun war klar: Es geht los! Mirko S. alarmierte noch den Rettungsdienst. Doch der Rettungswagen sowie das Notarzteinsatzfahrzeug kamen nicht mehr rechtzeitig an. Stattdessen leitete ein Feuerwehrmann den werdenden Vater per Telefon an, welche Handgriffe er zu unternehmen hatte.

Feuerwehr bringt Mutter und Kind mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus nach Altona

20 Minuten nach Beginn der Wehen war Evelynn da! Die geübten Eltern legten das Baby direkt an die Brust der Mutter, wärmten es und drehten die Heizung im Auto an. Als die Retter eintrafen, fanden sie Mutter und Kind wohlauf und brachten sie nach Altona, wo Evelynn in ein Wärmebettchen des Perinatalzentrums an der Bleickenallee gelegt wurde – eine reine Vorsichtsmaßnahme, wie eine Asklepios-Sprecherin betonte.

Dem Kind gehe es ausgezeichnet. Es ist ein echter Wonneproppen: Evelynn ist 56 Zentimeter groß und wiegt 4260 Gramm.

„So rasche Geburten wie diese erleben wir selten, aber sie kommen vor“, erklärte Dr. med. Claudia Kern, Chefärztin Geburtshilfe an der Asklepios Klinik Altona. „Gerade, das dritte oder vierte Kind kommt gern schnell und dann manchmal eben auch zu Hause oder auf dem Weg in die Klinik. Umso schöner, dass die Familie instinktiv richtig gehandelt und das Kind direkt nach der Geburt warm eingepackt hat.“ Nach dem Anruf durch den Vater hätte auf der Station schon alles bereitgestanden, um die drei in Empfang zu nehmen und zu versorgen.

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„Dieses Beispiel verdeutlicht eindrucksvoll eine sehr gut funktionierende Rettungskette und das hervorragende Zusammenspiel von Neonatologie, Rettungsdienst und Geburtshilfe. Wir wünschen der Familie weiterhin alles Gute“, erklärte auch Dr. Martin Blohm, Leitender Arzt Neonatologie und Intensivmedizin am Altonaer Kinderkrankenhaus.

Noch am Montag soll Evelynn die Früh- und Neugeborenenintensivstation verlassen können und zu ihrer Mutter auf die Wochenbettstation der Asklepios Klinik Altona verlegt werden, wo sie sehnlichst erwartet wird. Auch die großen Geschwister freuen sich schon, das blitzschnelle Schwesterchen in die Arme zu schließen.

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