Die leere U-Bahn war am Dienstagabend entgleist – die Fahrgäste eines weiteren Zuges hatten großes Glück.

Die leere U-Bahn war am 20. Januar entgleist – die Fahrgäste eines weiteren Zuges hatten großes Glück. Foto: Christoph Seemann/HamburgNews

U2-Unfall in Billstedt: Entgleiste Waggons müssen verschrottet werden

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Ende Januar kam es in Hamburg zu einem schweren Zwischenfall auf der Linie U2, als der Fahrer einer leeren U-Bahn gegen den Prellbock hinter der Haltestelle Billstedt krachte. Mehrere Waggons entgleisten dabei, zwei davon müssen jetzt verschrottet werden.

„Es handelt sich um einen wirtschaftlichen Totalschaden“, bestätigt eine Hochbahn-Sprecherin der MOPO. Sämtliche Ersatzteile, die noch wiederverwendet werden könnten, seien bereits ausgebaut worden: „Dazu zählen insbesondere Komponenten der elektrischen Ausrüstung, die 2012 erneuert worden war. Der Rest der beiden Wagen wird vor Ort zerlegt und anschließend fachgerecht entsorgt.“ Zunächst hatte das „Abendblatt“ berichtet.

Billstedt: Mehrere Waggons eines U2-Zugs entgleisten

Am Abend des 20. Januar war eine U-Bahn der Linie U2 zwischen Billstedt und Mümmelmannsberg in der Kehranlage gegen einen Prellbock gefahren. Teile des leeren Zuges sprangen daraufhin aus den Gleisen, der Fahrer wurde mit Verdacht auf einen Schock ins Krankenhaus gebracht. Die genaue Ursache des Unfalls wird weiterhin untersucht.

Eine weitere, vollbesetzte U-Bahn fuhr gegen die aus dem Gleis gesprungenen Waggons, dabei wurden die Stromabnehmer der fahrenden Bahn beschädigt. Die 172 unverletzten Fahrgäste wurden von der Feuerwehr auf freier Strecke aus dem Zug geholt und mit Bussen zur nächsten Station gebracht.

Entgleiste Wagen des U2-Zuges werden verschrottet

Der hintere, unbeschädigte Teil des havarierten Zuges wurde schon am Tag nach dem Unfall abgeschleppt. Die zwei restlichen Wagen standen seitdem an der Unglücksstelle. Bei der Hochbahn hat man sich inzwischen dagegen entschieden, diese zu bergen und zu reparieren.

„Hintergrund ist der hohe technische und bauliche Aufwand“, erklärt die Sprecherin. „Für den Einsatz eines Krans wären erhebliche Eingriffe in den angrenzenden Bahndamm sowie in Grünflächen erforderlich. Dies wäre mit Aufwand und zusätzlichen Kosten verbunden.“ Beide werden also vor Ort verschrottet. Noch bis Mitte des Jahres soll es laut der Hochbahn-Sprecherin dauern, bis der Zug komplett von der Unfallstelle entfernt und die Gleise repariert wurden.

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