Hamburg
TV-Köchin Zora Klipp: „So haben kleine Kinder Freude am Essen“
Tipps für Eltern: Seit einem Jahr ist Zora Klipp Mutter. Die TV-Köchin verrät, wie sie ihrem Sohn den Spaß am Essen beibringt – mit Rezept.
Sie ist Hamburgs Gute-Laune-Köchin: Zora Klipp betreibt drei Restaurants in Hamburg und ist aus TV-Sendungen wie „Die Küchenschlacht“ bekannt. Seit einem Jahr ist die 36-Jährige Mutter – und kocht zu Hause nun auch für ihren Sohn. Der MOPO hat sie ihre Tipps zum Thema Beikost verraten, inklusive Rezept. Wie sie es geschafft hat, dass ihr Kind „große Freude am Essen hat und alles probiert“.
„Mein Sohn isst erstaunlich vielseitig“, sagt Zora Klipp zur MOPO. „Ich habe recht früh damit angefangen, ihm die ersten pürierten Gemüsesorten wie Kürbis oder Süßkartoffel zum Probieren anzubieten“, sagt sie. Da sei er etwa vier Monate alt gewesen und habe „mit Unterstützung sitzen“ können. Wichtig sei, dass die Kinder nicht mehr den „Zungenstoßreflex“ zeigen, also festes Essen nicht automatisch mit der Zunge aus dem Mund schieben.
Zora Klipp: TV-Köchin gibt Tipps zum Thema Beikost
„Nach und nach haben wir dann verschiedene Nussmuse ausprobiert, um mögliche Allergien frühzeitig kennenzulernen. So haben wir Schritt für Schritt weitergemacht, bis aus ein paar Löffelchen schließlich ganze Portionen wurden“, so Klipp. Mit etwa fünf Monaten bekam ihr Sohn dann eine Breimahlzeit pro Tag.
Für die Breie habe sie Gemüsesorten wie Kürbis oder Sellerie verwendet. Ihr Tipp: Die fertigen Portionen in kleinen Beuteln flach einfrieren. „So konnte ich bei Bedarf einfach ein Stück abbrechen und erwärmen, ohne jedes Mal neu kochen zu müssen.“
Aus drei Breimahlzeiten sei dann nach und nach Fingerfood geworden: „Je besser mein Sohn greifen konnte, desto größer wurde sein Interesse daran, selbst zu essen“, so Klipp. „Anfangs gab es vor allem Lebensmittel, die von Natur aus sehr weich sind, zum Beispiel Avocado, Banane oder gekochte Kartoffeln.“ Diese können kleine Kinder leicht am Gaumen zerdrücken, das Risiko des Verschluckens sei so geringer.
Zora Klipp gibt Tipps für Eltern: „Essen weder als Belohnung noch mit Druck“
„Mir ist wichtig, dass die Teller von meinem Sohn möglichst bunt und abwechslungsreich gestaltet sind“, sagt Zora Klipp. „Statt einfacher Kartoffeln gibt es beispielsweise Kartoffeln mit etwas Butter und Schnittlauch. Frisches Obst und Gemüse gehören ebenfalls immer dazu. Besonders gerne mag er Tomaten und Pfirsiche.“
Für die Zukunft wünscht sie sich, dass Essen für ihren Sohn „auch dann noch bunt, spannend und positiv bleibt, wenn er immer mehr seinen eigenen Willen entwickelt“. Deshalb sei es ihr wichtig, Essen nicht zu instrumentalisieren. „Es soll weder als Belohnung dienen noch mit Druck oder strengen Worten verbunden sein, wenn er etwas nicht mag oder nicht essen möchte. Mein Ziel ist, dass er eine entspannte und neugierige Beziehung zum Essen entwickelt.“
Rezept für die Beikost: Zora Klipps Milchreisschnitten
Zutaten:
150 g Milchreis (Rundkornreis)
200 ml Milch oder Pflanzendrink Ihrer Wahl
200 ml Wasser
Abrieb einer halben Orange
1 Prise Zimt
Wer mag: Vanille
Zubereitung:
Reis, Milch oder Pflanzendrink, Zimt und Orangenschale in einem Topf erhitzen.
Unter gelegentlichem Rühren aufkochen lassen.
Die Hitze auf die niedrigste Stufe reduzieren.
Etwa 25–35 Minuten mit geschlossenem Deckel quellen lassen. Dabei regelmäßig umrühren, damit nichts anbrennt.
Anschließend den Milchreis umfüllen, glatt streichen und Klarsichtfolie darauflegen, damit sich keine Haut bildet. Den Milchreis im Kühlschrank erkalten lassen. Sobald er kalt ist, können Sie ihn in Würfel schneiden.
Ich habe die Milchreisschnitten immer mit zerquetschten Himbeeren und etwas Mandelmus bestrichen. Der Milchreis hält sich ein paar Tage im Kühlschrank.
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