Trotz Winter guter Baufortschritt: Bahnhof für 150 Busse pro Stunde nimmt Gestalt an
Größer, schöner – und hoffentlich auch pünktlicher und zügiger: Der neue Harburger ZOB nimmt sichtbar Gestalt an. Bis zu 150 Busse pro Stunde sollen hier in Zukunft rund 40.000 Fahrgäste täglich an ihre Zielorte bringen. Und zwar ohne, dass die Kunden nass werden. Dafür sorgt eine imposante Konstruktion mit Löchern wie ein Schweizer Käse.
Aktuell läuft der Bau der Stahlkonstruktion auf Hochtouren. Wie auf den neuen Fotos auch gut zu erkennen ist, sind bereits viele der 23 Stahlstützen installiert. Sie wiegen jeweils drei Tonnen und bilden das skelettartige Tragwerk, das das massive, alles überspannende Dach später stützen wird.
Neuer ZOB Harburg: Ende 2026 rollen hier die Busse
Mit einer Höhe von bis zu 6,5 Metern übernehmen die Stützen dann die Last des Daches, das eine Fläche von 5200 Quadratmetern haben soll. Es ist mit Photovoltaikmodulen bestückt und wird die beiden Bereiche – die bestehende Busanlage und den neuen zusätzlichen Bussteig an der Hannoverschen Straße – abdecken. Mit einigen kreisrunden Öffnungen, durch die Licht in den Bereich darunter fällt. Für die neue Busanlage wird bewusst auf „grünen“ Stahl gesetzt, der mit einem deutlich reduzierten CO₂-Ausstoß hergestellt wird.

Ende des Jahres soll der Bahnhof fertiggestellt sein und die Busse fahren. Die schwierigen Sanierungs- und Gründungsarbeiten im Untergrund waren schon vor Ende des vergangenen Jahres weitestgehend abgeschlossen.

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Der neue ZOB soll dann 75 Prozent mehr Fahrzeuge abfertigen können als der bisherige Busbahnhof in Harburg. Nach Abschluss des Stahlbaus, voraussichtlich im Mai 2026, folgen die finalen Dacharbeiten sowie die technische Ausstattung und die Verkleidung der Anlage.

Gleichzeitig arbeitet der Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) an der Modernisierung der Straßeninfrastruktur rund um den ZOB Harburg. Im Bereich des Harburger Doppelknotens werden die Straßenräume um den Busbahnhof umfassend ertüchtigt. So soll dieser in drei bis vier Hauptbauphasen bis Frühjahr 2027 fertiggestellt sein.
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Die Sanierung der Bremer Straße, die ursprünglich parallel zum ZOB-Projekt hätte erfolgen sollen, wird aufgrund der Priorisierung des Doppelknotens auf Mitte 2027 verschoben. Sie ist jedoch mit den anderen Baumaßnahmen abgestimmt, um den Verkehrsfluss bestmöglich zu gewährleisten.
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