Hamburg
Moorburg
Trotz Lkw-Verbots: Durch diesen Stadtteil donnern täglich 350 Laster
Tempo 30 für alle und Durchfahrverbot für Lkw – diese Maßnahme soll seit Jahren die Anwohner in Moorburg vor dem Hafenverkehr schützen. Doch das wird offenbar überhaupt nicht kontrolliert. Nun hat die Politik drastische Maßnahmen beschlossen.
Seit Jahren beklagen sich Anwohner in Moorburg, dass der Schwerlastverkehr vom Terminal Altenwerder an ihren Häusern auf dem schmalen Moorburger Elbdeich vorbeidonnert. Dabei gibt es dort ein Durchfahrverbot für Lkw. Die Laster sollen eigentlich über die Waltershofer Straße zur A7 fahren.
Nun haben sich die Anwohner technische Hilfe beim Zählen geholt. Mit dem Messgerät „Telraam“ aus Belgien werden die Verkehrsflüsse auf dem Moorburger Elbdeich laufend erhoben. Die Messungen zeigen, dass innerhalb von 14 Tagen regelmäßig mehr als 5000 Lkw an der Messstelle nahe des Feuerwehrhauses gezählt werden. „Das sind rund 350 pro Tag oder auch rund 30 pro Stunde tagsüber“, zählt Michael Sander vor, Co-Fraktionsvorsitzender der Grünen.
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Auch die gemessene Geschwindigkeit der erfassten Pkw ist deutlich zu hoch: Zwischen 15 und 18 Prozent der Autofahrer sind mit mehr als Tempo 50 unterwegs, mehr als 40 Prozent der Pkw fahren schneller als 40 Stundenkilometer. Dabei ist nur Tempo 30 erlaubt.
Auf Antrag der Grünen fordert die Harburger Bezirksversammlung jetzt mehr Geschwindigkeits- und Durchfahrtkontrollen auf dem Moorburger Elbdeich. Geprüft werden soll eine dauerhafte Radarkontrolle plus bauliche Maßnahmen wie Fahrbahn-Einengungen oder Grüninseln.