Essen gehen: Bei diesen Gerichten bekomme ich am meisten für mein Geld
Jeder geht gerne essen, doch die Qual der Wahl beginnt dann, wenn man die Speisekarte aufschlägt. Neben dem Lieblingsessen stellt sich für Gäste oft die Frage: Bei welchem Gericht bekomme ich am meisten für mein Geld, wo stimmt das Preis-Leistungs-Verhältnis? Der Hamburger Gastro-Experte Kemal Üres beantwortet die Fragen in seiner MOPO-Kolumne:
- Ehrlichster Gegenwert: Handwerkliche Gerichte wie Schmorgerichte und Eintöpfe wegen langer Zubereitungszeit.
- Wert der Zutaten: Schnitzel mit Salat und Bratkartoffeln für 21 Euro angemessen, Pasta für 15 teuer.
- Mittagskarte: Gleiche Qualität wie abends, halber Preis für etwas kleinere Menge, um Stammkunden zu gewinnen.
Den ehrlichsten Gegenwert bekomme ich bei dem, wo echtes Handwerk drinsteckt. Schmorgerichte, Suppen, Eintöpfe. Denn da wird viel Zeit für die Zubereitung benötigt. Ein Gulasch für 22 Euro ist fair, da stecken vier Stunden Arbeit drin. Bei einem Burger für 24 Euro nicht, da zahlst du den Hype.
Essengehen: Bei welchem Gericht bekommt man aktuell den ehrlichsten Gegenwert?
Auch der Wert der Zutaten ist wichtig. Ein Schnitzel mit Salat und Bratkartoffeln für 21 Euro ist fair, denn da kosten die Produkte. Nudeln mit Tomatensoße für 15 Euro ist dazu im Gegensatz teuer.

Vor allem die Mittagskarte ist der heimliche Gewinner. Oft dasselbe Produkt wie abends, ein bisschen weniger auf dem Teller, aber du zahlst nur den halben Preis. Der Wirt subventioniert bewusst, um Stammgäste zu gewinnen.

Meine Faustregel: Je mehr Handarbeit und Zeit im Gericht, desto ehrlicher der Preis. Aber vor allem sollte man essen, was einem schmeckt!
Das könnte Sie auch interessieren: Experte erklärt: Solche Gastro-Konzepte brauchen wir!
Zur Person:
Kemal Üres ist Gastronom, Unternehmer und Creator, dem Millionen auf Social Media folgen. In seiner „Gastro Business School“ berät er Kollegen – und ist auch als „Gastroflüsterer“ bekannt.
Anmerkungen oder Fehler gefunden? Schreiben Sie uns gern.