Hamburger Tier-Influencer schießt gegen Zirkus-Show – und enthüllt grausame Tricks
Der im Tierschutz engagierte Influencer Malte Zierden veröffentlichte auf TikTok ein Video, in dem er die „Tauben-Zaubertricks“ des größten Weihnachtscircus der Welt enthüllt – und das Leiden der „weggezauberten“ Vögel anprangert.
Mit der zahmen Straßentaube „Oßkar“ war Malte Zierden zum TikTok-Star geworden: Der Hamburger hatte dem Täuberich, der irgendwann an seinem Badezimmerfenster in der Schanze aufgetaucht und sich mit ihm angefreundet hatte, ein winziges Wohnzimmer auf dem Fenstersims eingerichtet. Die Oßkar-Videos gingen viral: Millionen Follower erfuhren, wie klug und treu die oft geschmähten Vögel tatsächlich sind – die Trauer, als „Oßkar“ im Juni 2025 starb, war groß.
Wie funktionieren die Zaubertricks?
Nun zeigt der Hamburger Influencer in einem TikTok-Video, wie der Zauberer des bekannten „Weltweihnachtscircus Stuttgart“, auf „magische“ Art und Weise wehrlose Jungtauben verschwinden und wieder auftauchen lässt: Die gestressten Tiere würden teils vor Beginn der Show in kleinen Taschen unter der Jacke des „Zauberers“ festgehalten und von dort aus gewaltvoll mit einem dünnen Band an den Füßen herausgezogen.
@malte.zierden @TT_TeamTierschutz @animalrebellion.org ♬ Originalton – Malte Zierden
Wie ein weiterer Trick funktioniert, erklärt der Hamburger Tierschützer so: Die Tauben werden in einen Käfig gesteckt, der dann mit einem Tuch verdeckt wird. In der Zwischenzeit bediene der Zirkuskünstler einen Knopf, wobei die Vögel aus dem Käfig in einen sechs bis zehn Zentimeter niedrigen Hohlraum gepresst werden. Beim Aufdecken des Käfigs scheint es, als wären die Tiere weggezaubert worden, während sie gestresst in dem kleinen Hohlraum des Tisches verharren, teilweise bis zum Ende der Show. Tierquälerei sei das, so Zierden.
„Tierschutzgesetz maximal schwammig“
„Das Tierschutzgesetz bleibt wie so oft maximal schwammig auf Kosten der Tiere“, so eine Ehrenamtliche des „Team Tierschutz“. Das Gesetz erlaube Tauben in Shows nur dann, wenn sie keine Schmerzen, kein Leid und keinen Stress erleiden. Die jeweils zuständigen Behörden müssten also jede einzelne Showeinlage kontrollieren, ob diese tierschutzwidrig ist.
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In seinem Video verweist Malte Zierden unter anderem auf eine Demonstration von „Animal Rebellion“, einer internationalen Bewegung für Tierbefreiung, gegen den Weltweihnachtscircus Stuttgart. Das Unternehmen ließ eine Anfrage der MOPO unbeantwortet.
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