„The Table“ feiert Geburtstag! 10 Fakten über Hamburgs erstes Drei-Sterne-Restaurant

Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling (48) arbeitet in der Küche seines Restaurants „The Table“ in der HafenCity.
Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling (48) in der Küche seines Restaurants „The Table“ in der HafenCity.

Kevin Fehling gehört zu den besten Köchen Deutschlands. Nun feiert sein Restaurant „The Table“ in der HafenCity zehnten Geburtstag. Die MOPO gratuliert – mit zehn spannenden Fakten rund um das Drei-Sterne-Lokal und den Ausnahmekoch. Es geht um die wichtigsten Zutaten, lange Wartelisten, Spezialanfertigungen und sündhaft teure Weine.

1. Erfolgsgeschichte: Nur drei Monate nach der Eröffnung (!) wurde das „The Table“ vom „Guide Michelin“ mit drei Sternen ausgezeichnet – eine Premiere für Hamburg, wo es vorher nur Ein- und Zwei-Sterne-Restaurants gab.

Das Drei-Sterne-Restaurant „The Table“ in Hamburg feiert zehnten Geburtstag

2. Langer Tisch: Im „The Table“ sitzen alle Gäste an nur einem einzigen Tisch: Der elf Meter lange, geschwungene Tresen aus dunklem Kirschbaumholz hat 22 Plätze und bietet einen Blick in die offene Küche. Eine Spezialanfertigung aus Süddeutschland. Doch: „Unsere Gäste sitzen nicht zwingend nebeneinander, sondern finden durch die Rundung ihren eigenen geschützten Raum. Kommunikation mit anderen ist möglich, aber kein Muss“, so Fehling. Er hat sich dabei von der japanischen Sushi-Kultur inspirieren lassen – auch viele Sushi-Meister haben in ihren Lokalen einen Tresen mit direktem Blick in die Küche.

Mit Blick in die Küche: An dem elf Meter langen, geschwungenen Tresen können 22 Gäste sitzen.
Mit Blick in die Küche: An dem elf Meter langen, geschwungenen Tresen können 22 Gäste sitzen.

3. Warteliste: Aktuell liegt die Wartezeit für einen Platz im Restaurant an einem Freitag oder Samstag bei etwa vier bis sechs Monaten. Durchschnittlich halten sich Gäste im „The Table“ 3,5 bis vier Stunden auf. Das Menü kostet derzeit 315 Euro.

4. Geldfragen: Das „The Table“ ist eines der wenigen Sternerestaurants, die ganz ohne Investoren im Hintergrund auskommen. „Ich hatte vor der Eröffnung Geld angespart und bin bis heute mein eigener Geldgeber“, so Fehling.

Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling (48) hat schon hunderte Gerichte kreiert.
Drei-Sterne-Koch Kevin Fehling (48) hat schon hunderte Gerichte kreiert.

5. Hommage: Erdbeere, Waldmeister, Rhabarber: Kevin Fehling verwendet diese Geschmackskombination immer mal wieder in seinen Gerichten. Und kennzeichnet sie auf seiner Menükarte mit „LBE“-Aromen – die Buchstaben stehen für das Restaurant „La Belle Epoque“ in Travemünde, für das er früher seine ersten drei Sterne erkochte. Schon dort verwendete er diese Aromen.

6. Rezepte entwickeln: Hunderte Gerichte hat Fehling schon für sein Restaurant kreiert. Dabei lässt er sich von Kindheitserinnerungen, Düften und vor allem von Reisen inspirieren.

Feinste Speisen werden im „The Table“ serviert. Das Menü kostet aktuell 315 Euro.
Feinste Speisen werden im „The Table“ serviert. Das Menü kostet aktuell 315 Euro.

7. Auf hoher See: Etwa 20 Tage im Jahr verbringt der Spitzenkoch auf dem Kreuzfahrtschiff „MS Europa“, als Chefkoch im Gourmet-Restaurant „The Globe“. „Meine Zeit an Bord hat auch meine Küche geformt“, sagt Kevin Fehling. „Sie ist geprägt von unterschiedlichen Breitengraden.“

8. Gäste aus aller Welt: Ein Viertel der Gäste reist aus dem Ausland an. Einige kommen extra für einen Besuch im „The Table“ von weit her – wie aus den USA oder aus Asien. Kein Wunder: Das „The Table“ wird weltweit in Top-Restaurantlisten geführt. Übrigens: Viele Stammgäste sind laut Kevin Fehling zu Freunden geworden.

Angerichtet wird mit verschiedensten Löffeln und Pinzetten.
Angerichtet wird mit verschiedensten Löffeln und Pinzetten.

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9. Teuerste Zutat: Weißer Trüffel ist die teuerste Zutat, die jemals im „The Table“ verarbeitet wurde. Je nach Saison liegt der Kilopreis bei etwa 2000 bis 3000 Euro. Welche Zutaten am häufigsten verbraucht werden: Lauch, Sellerie, Möhren und Zwiebeln. Das Gemüse wird, in kleine Würfel geschnitten, für Fond- und Soßenansätze benötigt. Der teuerste Wein: ein 2009er „Château Petrus“ für 6500 Euro!

„The Table“: Der teuerste Wein kostet 6500 Euro!

10. Erholung: Kevin Fehling erholt sich vom Arbeitsstress mit Sternegucken: „Ich bin Hobby-Astronom“, sagt er zur MOPO. „Ich habe zwei Teleskope. Mit denen gehe ich manchmal auf die Felder, wo keine Lichtverschmutzung ist, und schaue in die Sterne.“