Terrassen-Streit von Ottensen: Feuerwehr rückt zum Testen an – Ergebnis überrascht

Mann mit freudiger Miene vor dem Restaurant Nostalgia
Nostalgia-Wirt Ioannis Angelidis

Es war eine Riesenwelle der Solidarität, die da im Juni durch Ottensen schwappte: Wirt Ioannis Angelidis sollte seine Restaurantterrasse in der Eulenstraße verlieren, weil die Feuerwehr diese plötzlich zur Anleiterfläche im Brandfall erklärt hatte. Gäste veranstalteten Sit-ins, Anwohner sammelten Unterschriften und sogar die Bezirkspolitik stellte sich an die Seite des beliebten Gastronomen. Nun hat die Feuerwehr den Ernstfall mal vor Ort geprobt – mit überraschendem Ergebnis.

Zusammen mit Vertretern des Bezirksamtes rückten die Feuerwehrkräfte am 7. August zu einer Übung in der Eulenstraße an. Ziel: Herauszufinden, ob die Fläche vor dem Restaurant „Nostalgia“ tatsächlich komplett frei bleiben muss, damit im Falle eines Falles dort der Leiterwagen aufgestellt werden kann.

Ergebnis: Die Fläche wird nur teilweise für den Leiterwagen benötigt, wie Altonas Bezirkssprecher Mike Schlink mitteilt. Auch zwei Eichen, deren Fällung schon befürchtet wurde, dürfen bleiben. Lediglich ein paar Äste müssen gestutzt werden – und der Wirt darf zumindest einen Teil seiner Terrasse wieder nutzen.

Bis zum Ende der Sommerferien ist das Restaurant geschlossen, danach kann Ioannis Angelidis in Absprache mit dem Bezirksamt das Aufstellen von Tischen und Stühlen neu beantragen. Der Wirt hat durch das Hin und Her zwischen Feuerwehr und Bezirk viel Geld verloren, wie er der MOPO erzählt: „Während der EM hatte ich nur acht Außenplätze, während es überall sonst voll war. Und mein Personal musste ich trotzdem bezahlen.“

Leiterwagen am Haus
Die Feuerwehr testete mit einem Leiterwagen den Ernstfall vor dem Restaurant Nostalgia

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Die großzügige Fläche vor dem griechischen Restaurant war erst 2022 neu entstanden, im Rahmen des Velorouten-Ausbaus. In den Sommern 2022 und 2023 durfte Angelidis vor seiner Tür rund 50 Gäste bewirten. 2024 musste der Bezirk die Genehmigung verweigern, weil die Feuerwehr die Fläche plötzlich beanspruchte – zum Ärger der örtlichen Politik, hatte man der Feuerwehr doch beim Umbau alle Pläne zur Prüfung vorgelegt. Nach der Probeübung könnte der Ärger nun verrauchen.