Pro-kurdische Demo in der Hamburger City.

Pro-kurdische Demo in der Hamburger City. Foto: André Lenthe

Pro-kurdische Demo in Hamburg fast doppelt so groß wie erwartet

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Tausende Menschen haben am Samstag an einer pro-kurdischen Demo in der Hamburger Innenstadt teilgenommen. Später protestierten etwa 1200 Menschen gegen das Mullah-Regime im Iran. Auch in Bremen und Hannover gingen zahlreiche Menschen auf die Straße.

Rund 3000 Demonstranten hatten die Veranstalter in Hamburg um 15 Uhr zur Auftaktkundgebung vor dem Mediamarkt an der Mönckebergstraße erwartet. Gekommen waren laut Polizei rund 5500 Menschen. Das Motto: „Demokratie für Syrien und Iran – Solidarität mit der YPG und YPJ“.

Die Demonstranten zogen friedlich über Mönckebergstraße, Jungfernstieg und Gänsemarkt. Um 18.30 endete die laut Polizei „weitgehend störungsfreie“ Versammlung in der Sternschanze.


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Bei der YPG handelt es sich um den bewaffneten Arm der kurdisch-syrischen Partei der Demokratischen Union. Diese soll wiederum die syrische Fraktion der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) sein. Die Partei dementiert das allerdings. YPJ steht für die Frauenkampfverbände der Volksverteidigungseinheiten, einer bewaffneten kurdischen Miliz in Syrien.

Pro-kurdische Demo: Nur zweimal wurde die Polizei tätig

Nur zweimal wurde die Polizei tätig, einmal am Mönckebrunnen, wo Demonstranten YPG-Fahnen zeigten. Dort wurde der Aufzug kurzfristig aufgestoppt. Am Jungfernstieg wurde Feuerwerksmaterial bei Demonstranten sichergestellt.

An der Demonstration „Nein zur Islamischen Republik im Iran“ an der Alster nahmen nach Polizeiangaben rund 1200 Menschen teil. Zahlreiche Demonstranten und Demonstrantinnen trugen iranische Flaggen mit dem Löwensymbol aus der Herrschaftszeit des Schahs, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete.

Sprechchöre skandierten „Die Mullahs müssen weg“

Sprechchöre skandierten „Die Mullahs müssen weg“. Zudem legten die Demonstranten Blumen und Kerzen neben Fotos von Menschen ab, die nach Teilnehmerangaben während der Demonstrationen im Iran getötet wurden.

In Bremen gingen laut örtlicher Polizei ebenfalls am Samstag insgesamt 5000 Menschen gegen den Krieg in Nordsyrien und die Gewalt gegen die Zivilbevölkerung auf die Straße. In Hannover gab es eine pro-kurdische Demonstration unter dem Motto „Gegen die Angriffe auf Kurdinnen und Kurden in Nord- und Ostsyrien/Rojava“. Dort versammelten sich laut Polizei rund 1600 Teilnehmer. Die Versammlung sei insgesamt friedlich und störungsfrei verlaufen, teilte ein Polizeisprecher mit.

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Wegen der Lage in Syrien und des Konflikts zwischen syrischen Regierungstruppen und den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) hatten schon in den vergangenen Tagen mehrere Tausend Menschen demonstriert. Dabei wurden in Hamburg unter anderem Polizeikräfte mit Pfefferspray angegriffen.

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