eine Verdi-Weste und eine Trillerpfeife

Verdi ruft Beschäftige des öffentlichen Dienstes in Hamburg zum Warnstreik auf. Foto: dpa

Tarifstreit eskaliert: Verdi ruft Hamburgs Beschäftigte zum Warnstreik auf

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Die Gewerkschaften fordern für die 2,2 Millionen Beschäftigten des öffentlichen Dienstes der Länder sieben Prozent mehr. Die Arbeitgeber haben noch nichts vorgelegt. In Hamburg erhöht Verdi jetzt den Druck.

In den Tarifverhandlungen für die Beschäftigten des öffentlichen Diensts der Länder hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten der Stadt Hamburg für Montag zum Warnstreik aufgerufen. Damit solle der Druck auf die Arbeitgeber und ihren Verhandlungsführer, Hamburgs Finanzsenator Andreas Dressel (SPD), erhöht werden, ein Angebot vorzulegen, sagte der stellvertretende Verdi-Landesbezirksleiter Ole Borgard.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Diensts fordern für die bundesweit rund 2,2 Millionen Beschäftigten der Länder sieben Prozent mehr Einkommen, mindestens aber 300 Euro mehr. Die Länder hatten die Forderung in der ersten Verhandlungsrunde in der vergangenen Woche als astronomisch bezeichnet und abgelehnt. 

Bundesweit erster Warnstreik in Hamburg 

„Statt astronomischer Forderungen sehen wir galaktische Lebensmittelpreise, kometenhaft gestiegene Mieten und eine geplatzte Hamburg-Zulage“, sagte Borgard. „Statt sich in der Sterndeutung zu verirren, sollten die Arbeitgeber lieber an einem brauchbaren Angebot arbeiten.“ Die zweite Verhandlungsrunde soll am 15. Januar in Potsdam stattfinden.

In Hamburg gehe es um die Gehälter von mehr als 39.300 Tarifbeschäftigten, 5200 Auszubildenden und Nachwuchskräften sowie rund 42.750 Beamten. Verdi hat sie aufgerufen, am Montag vor der Europa-Passage am Ballindamm auf die Straße zu gehen. 

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Der Warnstreik sei der bundesweit erste in der aktuellen Auseinandersetzung. „Wir in Hamburg gehen da voran“, sagte Borgard. Er rechnet mit rund 1000 Teilnehmern. Weil unter anderem auch die Beschäftigten der Landesbetriebe zum Warnstreik aufgerufen sind, seien auch „bürgernahe Bereiche“ betroffen, so dass die Hamburgerinnen und Hamburger den Arbeitskampf spüren dürften, sagte er. (dpa/mp)

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