Hamburg

Studie empfiehlt es: Wird die Alte Süderelbe wieder an den Elbstrom angeschlossen?

Der Stintbestand der Elbe ist in den letzten Jahren drastisch gesunken. (Symbolbild)
Der Stintbestand der Elbe ist in den vergangenen Jahren drastisch gesunken. (Symbolbild)

Der Stint in der Elbe stirbt aus. Eine neue Studie zeigt, dass er gerettet werden kann – und mit welchen Maßnahmen.

Die Elbe wird immer wärmer, der Sauerstoffgehalt sinkt. Das schadet dem Stint – der Bestand des kleinen Fischs ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. Nun legt eine Studie konkrete Lösungsansätze vor. Ein Vorschlag ist es, die Süderelbe wieder mit dem Elbstrom zu verbinden.

Der Stint ist typisch für die Tideelbe. Die aktuelle Fachstudie der Umweltbehörde zeigt, dass eine Verbesserung der Lebensbedingungen für Eier, Larven und Jungfische notwendig ist, um den Fischbestand zu retten. Das könnte durch mehr Flachwasserzonen und eine bessere Wasserqualität erreicht werden, heißt es in der Studie. Auch eine schnellere Vernetzung zwischen Laich- und Aufwuchsgebieten sei wichtig. Ebenso, dass Laich- und Aufwuchsgebiete besser miteinander verbunden werden. 

Rettung der Stinte: Die Elbe wieder verbinden

Als Lösungsvorschlag wird in der Studie unter anderem empfohlen, die Alte Süderelbe wieder mit dem Elbstrom anzubinden. Es „würde ein Umgehungsgerinne für den tiefen Bereich des Hamburger Hafens geschaffen“ und die Fische könnten schnell zwischen Laichgebiet und Aufwuchsgebiet hin- und herschwimmen.

Die Strömung würde ansteigen und somit das ehemalige Aufwuchsbgebiet nachhaltig von Sediment räumen. Nicht nur der Stint, auch der atlantische Stör, die Meer- und Flussneunaugen, Lachse und Coregonen würden von einer Wiederverbindung profitieren, heißt es in der Studie.

Die Umweltbehörde kündigt an, die Ergebnisse der Studie in ihre weiteren Planungen einzubeziehen und zu prüfen, welche der Maßnahmen umgesetzt werden können.

Die Alte Süderelbe ist ein früherer Seitenarm der Elbe im Hamburger Süden, vor allem im Bereich Finkenwerder, Francop und Neuenfelde. Sie wurde durch Deiche und wasserbauliche Maßnahmen weitgehend von der Tide-Elbe abgetrennt und ist heute eher ein stehendes beziehungsweise langsam fließendes Gewässer. (js)

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