Strompreisänderung: Warum plötzlich bei vielen Anbietern der Strom günstiger wird

Strompreis
Wer den Stromanbieter wechselt, kann viel Geld sparen.

Ab dem 1. Januar 2026 ändern sich bundesweit die Zusammensetzungen der Strompreise. Während sich der Grundpreis durch höhere Umlagen verteuert, sinken gleichzeitig die Netzentgelte. Viele Haushalte können sich daher über insgesamt günstigere Stromkosten freuen – aber nicht alle. Ein Experte erklärt, worauf Verbraucher jetzt besonders achten sollten.

Neues Jahr, neue Preise: Ab Januar 2026 treten bundesweit gesetzliche Änderungen bei Abgaben und Umlagen der Energieversorger in Kraft. Diese wirken sich direkt auf den Strompreis aus. Laut Hamburger Energiewerken wird sich vor allem der Grundpreis erhöhen – wegen steigender Kosten bei der Offshore- und KWKG-Umlage. Diese Zahlungen finanzieren unter anderem den Ausbau von Windparks auf See und die Förderung effizienter Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen.

Strom: Manchen Haushalten droht Preissteigerung

Gleichzeitig sinken die Netzentgelte – vor allem dank eines Bundeszuschusses von 6,5 Milliarden Euro für die Übertragungsnetzbetreiber. In Hamburg bedeutet das voraussichtlich eine Entlastung von rund 2,41 Cent pro Kilowattstunde. Diese Senkung gleicht die höheren Grundpreise in vielen Fällen aus, sodass zahlreiche Verbraucher insgesamt weniger für Strom zahlen werden.

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In einigen Regionen müssen Verbraucher jedoch mit steigenden Preisen rechnen – trotz des milliardenschweren Bundeszuschusses. Das betrifft vor allem Haushalte, deren Stromverträge zu Zeiten abgeschlossen wurden, als die Netzentgelte niedriger lagen. „Hier spielt der Zeitpunkt des Vertragsabschlusses eine Rolle“, erklärt Bettina Schwarz von den Hamburger Energiewerken. „Bei Verträgen mit Preisgarantie wurden die zwischenzeitlich gestiegenen Netzentgelte nicht angepasst.“

Ob es zu einer Entlastung oder Mehrbelastung kommt, hängt also vom jeweiligen Vertrag und Netzgebiet ab. Genauere Prognosen sind derzeit noch nicht möglich. Auch Hamburgs Grundversorger Vattenfall bestätigt: „Wie stark ein Haushalt, Gewerbe oder Industrieunternehmen von der Absenkung der Übertragungsnetzentgelte profitiert, ist regional sehr unterschiedlich.“

Stromanbieter müssen über Preiserhöhung informieren

Jan Bornemann von der Verbraucherzentrale Hamburg betont: „Wer von einer möglichen Preiserhöhung betroffen ist, muss spätestens einen Monat vorher vom Stromanbieter informiert werden.“ Da sich die Strompreise grundsätzlich zum neuen Jahr ändern, sollten Verbraucher ihre Verträge rechtzeitig prüfen – unabhängig davon, ob sie von einer Preiserhöhung betroffen sind oder nicht. Denn ein Wechsel beim Stromanbieter kann viel Geld sparen!

Experte rät: Mut zum Wechsel!

Der Experte rät: Kündigungsfristen überprüfen und sich ab Januar über die Preisveränderungen bei den Anbietern informieren. „Mut zum Wechsel!“, sagt Bornemann. „Viele haben Angst, dass sie bei einem Anbieterwechsel ohne Strom dastehen. Aber das ist nicht so – man bleibt immer am Netz! Falls mal etwas nicht klappen sollte, rutscht man in die Grundversorgung und kann diese innerhalb von zwei Wochen wieder kündigen.“

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Für den Preisvergleich empfehlen sich bekannte Vergleichsportale sowie die Informationsseiten der Netzbetreiber. Auch die Verbraucherzentrale Hamburg bietet kostenlose Beratung an. Und ein zusätzlicher Tipp vom Experten: „Wer ein günstigeres Angebot findet, sollte den eigenen Anbieter anrufen und darauf hinweisen – häufig lässt sich so spontan ein besserer Tarif aushandeln.“