Streit ums Geld: Ryanair streicht Flüge ab Flughafen Hamburg
Ryanair füllt seinen Deutschland-Flugplan wieder auf: 300.000 zusätzliche Sitze kommen dazu, vor allem für Verbindungen an kleineren Airports. Hamburg verliert deutlich – der Billgflieger nennt einen Grund.
Europas größter Billigflieger legt im Sommer wieder nach: Nach zwischenzeitlichen Streichungen kündigt das Unternehmen elf neue Strecken und insgesamt 300.000 zusätzliche Sitzplätze an.
Die neuen Angebote sollen vor allem von kleineren Flughäfen kommen – genannt werden Niederrhein-Weeze, Memmingen und Bremen. Auch in Köln plant Ryanair zusätzliche Starts.
Ryanair: Weniger Flüge in Hamburg
Gleichzeitig werde es weniger Flüge geben – in Hamburg um 20 Prozent, in Berlin um fünf Prozent. Ryanair begründet das damit, dass diese Flughäfen ihre Gebühren nicht gesenkt hätten.
Unter dem Strich bleibe das Angebot in Deutschland im Sommer 2026 unter dem Vorjahreszeitraum, sagte Airline-Chef Eddie Wilson.
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Die zusätzlichen Angebote seien eine Reaktion auf die für Juli beschlossene Absenkung der Ticketsteuer. Die deutsche Regierung solle diese „positive Dynamik“ fortsetzen und die „schädliche“ Luftverkehrssteuer vollständig abschaffen. Außerdem müssten weitere Gebühren sinken – für Flugsicherung und Passagierkontrollen. Dann werde Ryanair sein Angebot in Deutschland auf 34 Millionen Passagiere im Jahr verdoppeln. (dpa/mp)
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