Streit mit Hamburger Senat: Zuhause für Hunderte Tiere in Gefahr

Eine Katze im Tierheim Süderstraße.
Eine Katze im Tierheim Süderstraße.

Wenige Wochen vor Weihnachten befinden sich der Hamburger Tierschutzverein (HTV) und der Senat in einem erbitterten Streit. Die Finanzierung des Tierheims an der Süderstraße ist nur noch bis Ende 2024 gesichert, die Zukunft ungewiss. Wie soll es jetzt weitergehen?

„Der Streit ist auf dem Höhepunkt“, erklärte der HTV, der tief in Verhandlungen mit dem Senat steckt. Vom Worst-Case-Szenario, dass die Zusammenarbeit mit dem 31. Dezember endet, scheinen die beiden Parteien nicht weit entfernt zu sein. Wie es mit dem Zuhause für Hunderte Tiere weitergeht, ist ungewiss.

Hamburg: Streit zwischen Senat und Tierschutzverein

Der Bürgerschaftsabgeordnete Sandro Kappe (CDU), der zu dem Thema eine Kleine Anfrage an den Senat gestellt hatte, ist entsetzt: „Mit dem Ende der jahrzehntelangen Partnerschaft zwischen der Stadt Hamburg und dem Hamburger Tierschutzverein (HTV) am 31. Dezember 2024 steht Hamburg vor einem tierschutzpolitischen Fiasko“, erklärt er. „Der HTV hat den Vertrag mit der Stadt gekündigt, da diese nicht bereit war, die tatsächlichen Kosten für die Unterbringung der stadteigenen Fundtiere zu übernehmen.“

Das Tierheim will sich der MOPO gegenüber noch äußern, ist mit den Gesprächen gerade schwer beschäftigt. Der Senat hält sich in der Antwort an Kappe, die der MOPO vorliegt, indessen sehr zurück und verweist auf die laufenden Verhandlungen.

„Ziel des Senats ist es, eine zukunftsfähige, bedarfsdeckende Struktur für die Unterbringung von Tieren zu etablieren, die zeitlich nahtlos an die bis zum 31. Dezember 2024 bestehenden Verträge anschließt“, heißt es. „Hierbei werden die Interessen des Tierschutzes, potenzieller Vertragspartner und der Freien und Hansestadt Hamburg berücksichtigt.“

Derzeit laufe „das zwingend durchzuführende Vergabeverfahren“, in dessen Verlauf die Unterbringung der Tiere gewährleistet werden soll. Etwa 10.000 Tiere nimmt das Tierheim pro Jahr auf, sieben Millionen Euro fallen dafür an.

Hamburg: Finanzierung des Tierheims ungewiss – Kritik von CDU

„Ich fordere den Senat auf, endlich Klarheit zu schaffen und Lösungen vorzulegen“, so Sandro Kappe. „Die Zeit rennt, und die Verantwortung für die Zukunft des Tierschutzes in Hamburg liegt allein beim Senat. Die Tiere dürfen nicht die Leidtragenden dieses politischen Versagens sein.“

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Der HTV sei kein Bittsteller, sondern ein „unverzichtbarer Partner der Stadt, der durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Kräfte eine Aufgabe übernimmt, die die Stadt selbst deutlich teurer bewältigen müsste.“ Dieses Engagement dürfe nicht länger durch kurzsichtige Politik gefährdet werden.

Wenige Wochen vor Weihnachten befinden sich der Hamburger Tierschutzverein (HTV) und der Senat in einem erbitterten Streit. Die Finanzierung des Tierheims an der Süderstraße ist nur noch bis Ende 2024 gesichert, die Zukunft ungewiss. Wie soll es jetzt weitergehen?