Streikende bei einer Kundgebung in Harburg am 2. Februar.

Streikende bei einer Kundgebung in Harburg am 2. Februar. Foto: picture alliance/dpa/Bodo Marks

Nächster Streik bei Bus und Bahn! Verdi hat Tipp für genervte Fahrgäste

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So verständlich die Forderung nach angemessener Bezahlung im Nahverkehr auch ist: Ein Streik bei Bus und Bahn stellt Pendler vor enorme Geduldsproben. Daher will die Gewerkschaft Verdi Hamburg den nächsten Ausstand so gestalten, dass die Fahrgäste möglichst wenig betroffen sind.

In der kommenden Woche sollen am 17., 18. und 19. Februar gezielt Teile der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) sowie Teile der Hamburger Hochbahn bestreikt werden, gibt die Gewerkschaft bekannt. Mit diesem „bewusst als Wellenstreik angelegten Vorgehen“ würden nicht alle Beschäftigten gleichzeitig zur Arbeitsniederlegung aufgerufen, sondern ausgewählte Bereiche.

Verdi gibt Tipp: „Beschwerden an die Verantwortlichen im Rathaus richten“

„Mit dieser Streikstrategie nehmen wir Rücksicht auf die Fahrgäste und erhöhen zugleich den Druck auf die Arbeitgeber und den Hamburger Senat, in den laufenden Verhandlungen endlich Angebote vorzulegen, die substanzielle Verbesserungen enthalten“, so Gabriel Arndt, Verdi-Gewerkschaftssekretär, zuständig für die Hochbahn.


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Für den Fall, dass es doch Unmut unter den Nutzern gibt, hat er auch gleich einen Tipp parat: „Wir bitten Fahrgäste, ihre Beschwerden an die Verantwortlichen im Hamburger Rathaus zu richten, denn dort wird entschieden, ob der Tarifkonflikt am Verhandlungstisch gelöst werden kann.“

Warnstreiks bei der Hochbahn am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag

Warnstreiks soll es demnach bei der Hochbahn am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag geben, bei den Verkehrsbetrieben Hamburg-Holstein (VHH) am Mittwoch in der nächsten und übernächsten Woche. Wo genau gestreikt werden soll, werde der Hochbahn jeweils tags zuvor und den VHH „rechtzeitig“ mitgeteilt, hieß es.

Die Hochbahn reagiert mit Unverständnis auf die angekündigten Wellenstreiks in der kommenden Woche. „Wir haben uns mit Verdi auf einen konkreten Verhandlungsfahrplan verständigt. Dieser sieht vor, dass wir uns am 20. und 24. Februar erneut treffen. Ein Streik vorher ist unnötig und nicht konstruktiv“, wird Personalvorständin und Arbeitsdirektorin Saskia Heidenberger in einer Presseerklärung zitiert.

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Hintergrund des erneuten Streiks sind die laufenden Tarifverhandlungen. Verdi fordert bei der Hochbahn unter anderem 7,5 Prozent mehr Lohn. Für die Busfahrer der VHH fordert die Gewerkschaft unter anderem die Einführung einer 35-Stunden-Woche und Urlaubsgeld in Höhe eines halben Monatslohns. Hier soll am 26. Februar weiterverhandelt werden. (tst/dpa)

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