Stones-Prozess: Anti-Korruptionsbeauftragter bekam Freikarten
Schon vier Jahre liegt das Konzert der Rolling Stones im Hamburger Stadtpark zurück, doch die Affäre um Freikarten beschäftigt die Justiz weiterhin. Am Dienstag sagte der Anti-Korruptionsbeauftragte des Bezirksamts Nord vor dem Landgericht aus. Auch bei ihm war die Freude über zwei Gratis-Tickets für den Auftritt der Rock-Legenden offenbar groß.
Rund 100 Frei- und 300 Kaufkarten soll Ex-Bezirksamtschef Harald Rösler vom Konzertveranstalter FKP Skorpio verlangt haben. Der Gesamtwert soll bei knapp 10.000 Euro gelegen haben. Über die Freikarten freuten sich 40 Mitarbeiter:innen der Behörde, darunter ausgerechnet auch der Anti-Korruptionsbeauftragte.
Stones-Freikarten für Anti-Korruptionsbeauftragten
Eine gute Nachricht sei das gewesen, als Rösler die Rolling-Stones-Tickets verteilte, zitiert der NDR den Anti-Korruptionsbeauftragten. Bedenken gegen die widerrechtliche Aktion hatte der Mann allem Anschein nach nicht geäußert. Im Nachgang erweist sich das als teure Aktion: 13.000 Euro Strafe verhängte das Gericht im Strafbefehl, den der Mitarbeiter der Behörde bereits akzeptiert hat.
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Auf Harald Rösler wartet nun möglicherweise noch ein weiteres Gerichtsverfahren. Nicht nur für das Stones-Konzert soll der 71-Jährige Freikarten verlangt haben – sondern über viele Jahre hinweg auch schon für weitere Veranstaltungen. Im Schnitt seien es jeweils rund 30 Tickets gewesen, die das Bezirksamt erhielt, berichtet der NDR. (fbo)